Studie
World Wealth Report 2008
Nettofinanzvermögen der vermögenden Privatpersonen stieg auf 40,7 Billionen US-Dollar – Das durchschnittliche Vermögen dieser Personengruppe überschreitet erstmals die Grenze von 4 Millionen US-Dollar
Banking
Die Entwicklung im Bereich der Informationstechnologie hat für eine erhöhte Transparenz der Märkte geführt. Die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden haben sich dementsprechend geändert und neue Wettbewerber drängen mit spezialisierten Produkt- und Serviceangebot auf den Markt. Universalbanken können nicht mit einem entsprechend qualitativen Serviceangebot kleiner Spezial- und Nischenfinanzinstituten konkurrieren. Daher ist beim Transformationsprozess der deutschen Finanzdienstleistungsbranche eine Konzentration auf das Kerngeschäft, die Erhöhung der Kosteneffizienz und eine verstärkte Vertriebsorientierung zu erkennen. Einen für alle Institute betreffende „Einheitsstrategie“ wird es jedoch nicht geben. Vielmehr werden nach Geschäftstätigkeit differierende strategische Maßnahmen gefordert. Das Spektrum der Maßnahmen reicht von Zielgruppen- und Produktspezialisten bis hin zum Produktentwickler, Produktions- und Transaktionsspezialisten.
Insurance
Der Versicherungsmarkt ist in den letzten Jahren durch den Einsatz des Internets und anderer Medien immer transparenter geworden. Potentielle Versicherungs-nehmer können sich sehr leicht über die Preise der Versicherungsprodukte informieren und Vergleiche durchführen. Dies führt zu einem erhöhten Druck auf die Preise von Versicherungen. Um Erträge zu erzielen, müssen sich die Versicherungsunternehmen mehr auf die Reduzierung der Kosten fokussieren. Kostensenkungsprogramme, Outsourcing und Gründungen kompletter Internet- und Direktversicherungsunternehmen, um möglichst viele Teilprozesse auf den Versicherungsnehmer auszulagern, sind heute gängige Maßnahmen, um die Kosten zu senken. Die Phase der Kostensenkungen klingt allerdings bereits ab, da schon viele Versicherungsunternehmen Maßnahmen zur Kostensenkung durchgeführt haben.
Aus terminlichen Vorgaben der Aufsichtsbehörden rückt Solvency II, also die Mindestkapitalhinterlegung für übernommene Risiken, in den Fokus. Nach jetzigem Stand wird Solvency II voraussichtlich 2008 in Kraft treten. Es ist davon auszugehen, dass diesem Thema bis dahin die meiste Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Parallel bzw. am Ende der Umsetzung von Solvency II wird sich der Fokus nach Jahren der Kostensenkung und Konsolidierung dem Thema Wachstum widmen. Bereits jetzt gibt es erste positive Signale der Versicherungsbranche, dass die Kostensenkungsmaßnahmen greifen und der Versicherungsmarkt wieder wächst. Die Unternehmen werden dann den Fokus auf organisches und externes Wachstum richten.
