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Virtual Friday und wie er die Welt veränderte

Wenn man vor einigen Jahren mal einen Tag im „Home Office“ einlegte, dann musste das schon einen besonderen Grund haben: Entweder war eines der Kinder krank oder man hatte vorher so viel gearbeitet, dass ein Tag „Pause” angebracht erschien. Wer zu viele Home-Office-Tage einlegte, dem wurde schnell unterstellt, dass er die Füße hochlegt anstatt zu arbeiten.

Heute ist das ganz anders: E-Mails auf dem Smartphone, Tools für die Zusammenarbeit und Video-Konferenzen gehören in vielen Unternehmen zum Alltag. Die Arbeit von zu Hause aus ist salonfähig geworden und wir haben täglich mit Kollegen zu tun, die wir noch nie gesehen haben und die aus exotischen Ländern kommen, in denen wir gerne Urlaub machen würden. Über das Smartphone oder den Laptop sind wir jederzeit mit dem Büro verbunden und können im Prinzip überall arbeiten falls notwendig. Der Arbeitsprozess und der Arbeitsort sind für viele von uns dank digitalem Wandel nicht mehr zwangsläufig miteinander verbunden.

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iStockphoto, (c) Thinkstock

Das kann Unternehmen auch kulturell verändern. Über die Collaboration und Netzwerk-Tools hat jeder Kollege die Möglichkeit mit jedem zu sprechen und aus der One-to-One-Kommunikation wird ein interaktiver und vernetzter Austausch über alle Ebenen. Im Gegensatz zu früher ist die Geschäftsleitung dann in der Lage, sehr schnell einen Dialog mit einigen oder sehr vielen Mitarbeitern zu initiieren – was mit dem einmal im Monat erscheinenden Unternehmensnewsletter so gut wie unmöglich ist.

Wenn die Zusammenarbeit konsequent digitalisiert wird, hat das noch weitere Effekte: Zum einen werden die Geschwindigkeit erhöht und die Abstimmungswege verkürzt. Zum anderen entpuppen sich die ursprünglich zur Kostensenkung angeschafften Collaboration Tools inzwischen als gute Werkzeuge für das Wissens-Management. Über interne soziale Netze finden die Mitarbeiter viel schneller einen Experten, der dringende Fragen beantworten kann, damit sie im Projekt weiterkommen. Die Koordination von Prozessen wird ebenfalls leichter. Und darüber hinaus können sich die Mitarbeiter wesentlich einfacher darüber informieren, was das Unternehmen auf internationaler Ebene tut – sogar von zu Hause aus und, wie eine neue Studie von Google belegt, gerne mit dem Tablet auf dem Sofa.

Das Arbeiten im Home-Office bringt übrigens zwischen 12 und 25 Prozent Produktivitätssteigerung*. Wer hätte das gedacht?

*Quellen:

Steria Mummert Consulting, „Mobile Arbeitsplätze sorgen für bessere Leistungen und zufriedenere Mitarbeiter“; November 2010

Stiftung produktive Schweiz, „Zwischen Produktivität und Lebensqualität:Herausforderungen und Chancen von flexiblen Arbeitsplatzmodellen“, 2011

About the author

 Virtual Friday und wie er die Welt veränderte Thomas Zeimentz erarbeitet als Experte für Digital Transformation zusammen mit seinen Kunden Wege, die neuen digitalen Möglichkeiten für Unternehmen erfolgreich umzusetzen. Er arbeitet bei Capgemini Consulting im Bereich Technology Transformation und beschäftigt sich hier vor allem mit den prozessualen und organisatorischen Herausfordungen der digitalen Transformation und ihrer Umsetzung.

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