Halbjahresergebnis 2004

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Ergebnis des ersten Halbjahres 2004 - Fortschreitende Rückkehr zu Wachstum

Paris, 8. September 2004

Das Board of Directors der Cap Gemini S.A. unter dem Vorsitz von Serge Kampf sichtete die konsolidierten und geprüften Halbjahreszahlen der Capgemini-Gruppe.

Die wichtigsten Kennziffern:

In Millionen Euro

H1 2003

H2 2003

H1 2004

Auftrags-eingänge

3.757

7.910

5.908

Umsatz

3.023

2.731

2.970

Operatives Ergebnis

81

74

(20)

Netto-Ergebnis

(90)

(107)

(135)

1. Umsatz und Auftragseingänge

  • Der konsolidierte Umsatz für das erste Halbjahr 2004 beträgt 2.970 Millionen Euro:
    Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2003 ist dies ein Rückgang von 7,1 Prozent bei konstanten Wechselkursen sowie Parametern sowie von 1,8 Prozent bei derzeitigen Wechselkursen und Parametern.
  • Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2003 ist der Umsatz bei gleichen Wechselkursen und Parametern um 0,8 Prozent gestiegen. Das Wachstum zu derzeitigen Wechselkursen und Parametern beträgt 8,8 Prozent

Daraus folgert, dass sich der Gruppenumsatz wieder auf einem guten Weg in Richtung Wachstum befindet. Dies ist in erster Linie auf die jüngsten Erfolge im Outsourcing Geschäft – dabei im Speziellen das Transformational Outsourcing – und den Effekt der Integration von Sogeti und Transiciel zurückzuführen. Im Gegensatz dazu zeigt das Projekt- und Beratungsgeschäft weiterhin einen leichten Umsatzrückgang, der sich im zweiten Halbjahr in Wachstum wandeln dürfte.

Betrachtet man die wichtigsten Regionen, zeigt sich, dass im Vergleich zu den ersten Monaten des Jahres das Geschäft im zweiten Quartal in Kontinentaleuropa besser lief – mit einer leichten Verzögerung im Vereinigten Königreich. Hingegen fällt der Umsatz in Nordamerika zu konstanten Wechselkursen um 22 Prozent. Dies liegt noch an den geringen Aufträgen aus dem Jahr 2003 und speziell dem zweiten Halbjahr 2003.

Hervorzuheben ist, dass sich der Wert im Auftragsbuch im Vergleich zum letzten Jahr mehr als verdoppelt hat: 12,6 Milliarden Euro zum 30. Juni 2004 gegenüber 6,1 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum 2003 (bei konstanten Wechselkursen). Als Folge hat die Gruppe eine deutlich bessere Übersicht über das Geschäft in den kommenden Quartalen: Im Hinblick auf das zweite Halbjahr 2004 wird erwartet, dass der derzeitige Auftragsbestand zu einem Mehr an Umsatz in Höhe von 400 Millionen Euro beitragen wird.

2. Gegenläufige Entwicklung in den Geschäftsbereichen

  • Im Outsourcing Geschäft (28 Prozent Anteil am Halbjahresumsatz) trägt die strategische Umpositionierung in Richtung Transformational Outsourcing mit der Unterzeichnung der Verträge mit TXU im April 2004 und Inland Revenue zum Ende 2003 Früchte. Nichtsdestotrotz bedeutete der Gewinn dieser Verträge einen enormen Verkaufsaufwand, während die positiven Auswirkungen auf Umsatz und Profitabilität erst zunehmend im Laufe des Projekts zu spüren sein werden.
  • Das Beratungsgeschäft (18 Prozent des Halbjahresumsatzes) zeigt nach Jahren der Flaute Zeichen einer langsamen Rückkehr zu Wachstum, zum einen aufgrund einer Nachfragerholung und zum anderen durch eine Preisstabilisierung. Diese Umkehr wird von einer gestiegenen Auslastung von 60 auf 64 Prozent unterstützt.
  • Das Technologiegeschäft (37 Prozent des Halbjahresumsatzes) bleibt unter starkem Preisdruck und ist geprägt von einer hohen Wettbewerbsintensität in Form von zunehmendem Zugriff auf Offshore-Ressourcen. Zusätzlich zu diesen externen Faktoren wurde das Gesamtergebnis der Gruppe durch eine Zahl von überzogenen Projekten belastet, die unter den schwierigen Marktbedingungen innerhalb der letzten Jahre abgeschlossen wurden.
  • Sogeti-Transiciel (Local Professional Services), die momentan 17 Prozent des konsolidierten Umsatzes der Gruppe repräsentiert, erzielt heute die höchste operative Profitabilität und erwartet die ehrgeizigsten Wachstumsraten.

3. Operative Marge und Netto-Gewinn

  • Der operative Gewinn ist leicht negativ (-20 Millionen Euro); -0,7 Prozent des Umsatzes gegenüber 2,7 Prozent des Umsatzes zum 30. Juni 2003. Der Rückgang liegt hauptsächlich an:
    - den hohen Investitionen, die für die Abgabe von Angeboten (ein häufig langer und komplexer Prozess) für große Mandate aufgewendet wurden, die die Gruppe im ersten Halbjahr gewonnen oder verloren hat.
    - dem Aufdecken und Buchen von deutlichen Überläufen aus einer Reihe von Verträgen, die in den Jahren 2001 und 2002 unterzeichnet wurden und deren Ziele sich als schwer zu erreichen herausgestellt haben. Dieser Bereich allein steht für 80 Millionen Euro.
    - einer Einmalaufwendung in Höhe von 30 Millionen im Zusammenhang mit dem Namenswechsel (Wegfall des Bezuges zu Ernst & Young) und der damit verbundenen Werbekampagne.
    - dem starken Rückgang der operativen Performance im Nordamerika-Geschäft und – etwas geringer – im Vereinigten Königreich.
  • Das Gruppen-Nettoergebnis zeigt einen Verlust in Höhe von 135 Millionen Euro (im Vergleich zu 90 Millionen Euro zum 30. Juni 2003). Dies berücksichtigt:
    - „sonstige Einnahmen und Ausgaben“ in Höhe von Netto -62 Millionen Euro (davon 52 Millionen Restrukturierungsaufwand) im Gegensatz zu 105 Millionen Euro zum 30. Juni 2003.
    - Andere Gewinn/Verlust Beiträge (Zinsen, Steuern, Minderheitsbeteiligungen, Goodwill-Abschreibungen) in Gesamt -53 Millionen Euro (gegen -66 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2003).

Das Board of Directors hat von dem im zweiten Quartal begonnen Aktionsplan Kenntnis genommen, der im Einzelnen enthält:
- Maßnahmen mit dem Ziel, das Nordamerika-Geschäft wieder zu beleben
- Ein Programm, entwickelt um die Liefereffizient zu steigern
- Weitere Kostensenkungen, speziell im Technologie-Geschäft
- Die Schließung oder den Verkauf von großen Verlust bringenden, nicht-strategischen Einheiten

Das Board hat den Wunsch ausgesprochen, fortlaufende und intensivierte Anstrengungen hinsichtlich Rückkehr zu einem aggressiven Verkaufsgeist in der Gruppe zu sehen, der, zusammen mit einer auf hoher Profitabilität ausgerichteten Denke, seit Gründung der Gruppe ein erprobtes Mittel für Wachstum war. Zusätzlich hat Paul Hermelin bekannt gegeben, dass er plant, das Senior Management Team in naher Zukunft zu verstärken.

Übersetzung aus dem Englischen. Es gilt das Original unter http://www.capgemini.com/news/2004/resultsHY2004-en.shtml
 

Über die Capgemini-Gruppe

Capgemini ist einer der weltweit führenden Dienstleister für Management- und IT-Beratung, Technologie sowie Outsourcing. Das Unternehmen mit europäischem Ursprung berät Kunden bei der Entwicklung und Umsetzung von Wachstumsstrategien sowie dem Einsatz neuer Technologien. Capgemini wendet dabei eine neue Form der Zusammenarbeit an: Collaborative Business Experience. Grundlage ist die Verpflichtung von Dienstleister und Kunde zu gemeinsamem Erfolg und das Erreichen messbaren Mehrwerts auf Basis enger Zusammenarbeit. Capgemini beschäftigt derzeit weltweit rund 55.000 Mitarbeiter und erzielte 2003 einen Umsatz von 5,754 Milliarden Euro.

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