Wien, 16. Mai 2007
Web 2.0 Technologien und serviceorientierte Architekturen (SOA) werden nach Ansicht von Besuchern der SAP Messe Sapphire in der nahen Zukunft eine deutliche Rolle in der Umgestaltung von Unternehmen einnehmen. Dabei erwarten die meisten der Befragten, dass die Prinzipien des Web 2.0 zu einer deutlich intensiveren Form der Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten eines Unternehmens führen werden. SOA hingegen werden die Geschäftsseite eines Unternehmens stärker als bisher mit der IT Abteilung vernetzen. So das Ergebnis einer Umfrage von Capgemini unter meist europäischen 110 IT-Experten auf der Sapphire in Wien. Die Ergebnisse decken sich mit einer identischen Umfrage auf der Sapphire im April in Atlanta, USA mit größtenteils amerikanischen Befragten.
Als die drei wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen werden genannt: Globalisierung (30 Prozent), Innovation (23 Prozent) und Erfüllen von Kundenanforderungen (23 Prozent). Lösungen dafür können in personenbezogenen Web 2.0 Angeboten liegen, die mit einer prozessorientierten, das Geschäftsmodell unterstützenden SOA unterlegt sind. Derzeit jedoch nutzen noch weniger als ein Drittel (30 Prozent) Web 2.0 Applikationen (22 Prozent in der Nordamerika-Befragung), weitere 24 Prozent planen es in der Zukunft (38 Prozent Nordamerika). Serviceorientierte Architekturen bieten nach Ansicht von knapp der Hälfte (47 Prozent) aktuell und auch auf lange Frist einen Nutzen – hier liegt der Anteil der Nennungen in Wien deutlich höher als die der Befragten in Atlanta mit 38 Prozent. Jonathan Ebsworth, Vice President bei Capgemini: „Die Umfrage zeigt, dass Web 2.0 und SOA gemeinsam den Kern der künftigen Interaktion mit dem Kunden darstellen. Und gerade die Unternehmen, die das frühzeitig erkennen und nutzen werden den größten Vorteil daraus ziehen.“
Das Gesamtbild der Ergebnisse lässt die Folgerung zu, dass die beiden Technologien den wahren Wert der IT aufzeigen werden und auch die Reichweite der Geschäftsmodelle von Unternehmen steigern. Den größten Nutzen von Web 2.0 versprechen sich die Umfrageteilnehmer von einer engeren Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern eines Unternehmens, dessen Lieferanten und dessen Kunden (46 Prozent). Sie gehen aber auch davon aus, dass die Vorteile im Entstehen von flexibleren Geschäftsmodellen in Form von verbundenen Inhalten und Dienstleistungen liegen. Nur 16 Prozent sehen in Web 2.0 einen vorübergehenden Hype ohne größeren Einfluss auf die Geschäfte der Unternehmen.
Im Bereich der serviceorientierten Architekturen stehen sowohl Technologen als auch Manager am Übergang von der Evaluierung zur Umsetzung: Knapp über die Hälfte der Befragten plant noch, etwas weniger als 40 Prozent ist schon weiter. Von diesen haben 19 Prozent ein Pilotsystem, 15 Prozent arbeiten aktiv an einer unternehmensweiten Umsetzung und vier Prozent haben die Implementierung abgeschlossen.
Für 43 Prozent der Umfrage-Teilnehmer stammt der größte Vorteil von SOA in der steigenden Flexibilität der Geschäftsprozesse, etwas weniger als 30 Prozent sehen ihn in einer besseren Abstimmung von IT- und Geschäftszielen. Lediglich zehn Prozent nennen die Kosten als großen Vorteil von SOA.
Die Ergebnisse der Umfrage auf der SAP Sapphire in Atlanta: http://www.us.capgemini.com/news/current_news.asp?ID=617
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