expedITion Blog

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Big Data in der Projektpraxis: Interaktive Analysen anstelle von Excel und Papier

Bereits während meines Studiums hatte ich als Werksstudent bei einem Automobilzulieferer mit der Erstellung von Fertigungsstatusberichten für das Management zu tun. Dass ich heute, gut fünf Jahre später und mit ganz anderen Möglichkeiten und Methoden, wieder mit der Reportverbesserung zu tun haben würde, hätte ich nicht gedacht. Noch weniger habe ich damals vermutet, dass ich heute die digitale Transformation zur Einführung interaktiver Auswertungen selbst vorantreibe.
 
Als ich in das Team bei Capgemini in Hamburg kam, ging es zunächst darum den Kunden und seine internen Prozesse in der Flugzeugentwicklung zu verstehen. Meine erste größere Aufgabe war dann die Fortführung einer Planung für eine Softwareablösung. Eine wichtige  Funktionalität dieser Software war die Erzeugung von Berichten über den Entwicklungsfortschritts des Kunden. Es hatte bereits eine Vorauswahl für eine neue Standard-Business Intelligence (BI) Software gegeben, die die vom Kunden selbst entwickelte Reportingsoftware  ablösen sollte. Zusammen mit dem Kunden und dem Softwarehersteller führte ich Praxistests mit der neuen BI-Software durch. Dabei wuchs auch meine Anwenderkenntnis darüber, wie sich eine Konfiguration der Software entsprechend den Kundenanforderungen realisieren lässt.
 
Nachdem ich in meinem ersten Projekt die Vor- und Nachteile der Software ausgewertet hatte, bekam ich die Chance, in weiteren Folgenprojekten direkt in die technische Umsetzung einzusteigen und interaktive Analysen für verschieden Abteilungen beim Kunden zu realisieren. Neben der eigentlichen Konfiguration und Programmierung im Tool war ich an allen Umsetzungsschritten von der Anforderungsanalyse bis zur Übergabe und anschließender Wartung beteiligt. Dabei befand sich nicht nur der Kunde europaweit an verschiedenen Standorten, sondern auch die Projektteams mit französischen Capgemini Kollegen und weiteren externen Dienstleitern. Neben technischen Herausforderungen gibt es auch firmen- und landeskulturspezifische Besonderheiten, auf die ich als Berater reagieren muss, damit die entwickelte Lösung in der Praxis angenommen und genutzt wird.


Mit der Umstellung auf ein primär digitales Reporting ändert sich auch das Vorgehen in Besprechungen. In einem Stand-Up Meeting kann zum Beispiel an großen interaktiven Smartboards gearbeitet werden. Fragestellungen können tiefergehend untersucht werden, ohne erst einen aktuellen Detailreport vorzubereiten und auszudrucken zu müssen. Dazu muss der Benutzer die Möglichkeiten und Grenzen der neuen Analysen verstehen, um sie sicher und effizient zu anzuwenden. Wenn der Kunde meine entwickelte Lösung akzeptiert und sogar täglich begeistert nutzt, dann können wir als Team einen Erfolg feiern.
 
 
Hier noch einige Hintergrundinformationen zur Software:
Die betrachtete BI-Software ist speziell auf die Auswertung und visuelle Darstellung von Datenmengen ausgelegt. Daten aus verschiedenen Quellen können miteinander verknüpft und in zusammenfassenden Grafiken, wie zum Beispiel Balkendiagramme, dargestellt werden. Der Benutzer kann damit schnell eine Übersicht bekommen, aktuelle Probleme erkennen, auf bestimmte Fragestellungen filtern oder zu den zugehörigen Detaildaten der Datenquelle gelangen. Office Programme, wie Excel, können zwar auch Datenquellen einbinden, sind aber bei einigen tausend Zeilen und Spalten nicht gut zur Datenanalyse geeignet. In weiteren Ausbaustufen kann eine BI-Software Muster in den Daten erkennen und Prognosen aufstellen. Der Benutzer kann dann visuell oder per Benachrichtigung auf Ereignisse oder Abweichungen vom Prozess hingewiesen werden.

Über den Autor

Marcel Knust
Marcel Knust
Marcel ist seit 2012 als Berater bei Capgemini in Hamburg. Zuvor hat er ein Magisterstudium im Internationalen Informationsmanagement absolviert und mehrere Jahre als Projektleiter und Berater bei einer Onlineagentur gearbeitet. Zu seinen Hobbies zählen Badminton und Fotografie.

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