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Software-Projekt sucht Tool zur Projektverfolgung!

Software-Projekte können sehr schnell einen hohen Grad an Komplexität annehmen. Deshalb ist bei großen Entwicklungsprojekten, die vielleicht auch über mehrere Standorte verteilt sind, die Unterstützung durch ein Tool zur Projektverfolgung unabdingbar. Leider ist ein Software-Projekt selten wie das andere, weswegen auch oft andere Anforderungen an solch ein Tool gestellt werden. Tools können gar nicht alle benötigten Funktionen out of the box liefern. Müssen sie auch nicht, wie JIRA von Atlassian beweist.
 
JIRA ist ein Web-basiertes Tool zum Issue & Project Tracking, das in vielen Projekten bei Capgemini zur Unterstützung zum Einsatz kommt. Jeder Projektmitarbeiter benötigt Zugriff zu diesem Tool, da hier zentral alle Tasks eines Projekts verwaltet werden. Somit kann der einzelne Mitarbeiter seinen eigenen Arbeitsstand festhalten und ebenso den von den Kollegen nachvollziehen. JIRA unterstützt agiles Vorgehen und ist für uns damit DAS Tool für die Abwicklung der einzelnen Iterationen.
 
Durch viele Funktionalitäten innerhalb der Web GUI, sowie durch eine sehr ausgereifte Java API, ist JIRA hochgradig anpassbar und erweiterbar. So können Eingabemasken, Workflows, Issue Types und auch sonstige Felder nahezu frei konfiguriert und in verschiedenen Projekten verschieden angewendet werden. Mit der API können Add-ons, wie z. B. Dashboard Plugins, Reports,  REST Plugins und viele mehr, entwickelt werden. Damit können nahezu alle Anforderungen, die man an solch ein Tool stellt, sich selbst erfüllt werden.
 
Während meiner Zeit als Praktikant und Werkstudent bei Capgemini habe ich selbst viel mit JIRA gearbeitet, sowohl aus Nutzer- als auch aus Entwicklersicht.  Ich habe passend für die Bedarfe der Projekte Plug-ins und Add-ons entwickelt, d. h. eigenverantwortlich die Anforderungen aufgenommen, mit Java, HTML und JavaScript programmiert, Test durchgeführt und die Plug-Ins in das Tool integriert. Im Grunde betreut man also kleine, eigenständige Projekte mit allen Phasen innerhalb eines großen Projekts.
Außerdem habe ich bestehende Systeme dokumentiert und administriert sowie Erweiterungen durchgeführt, z. B. neue Projekte mit neuen Workflows angelegt. Damit habe ich innerhalb des übergeordneten Projekts eine Querschnittsfunktion eingenommen und konnte somit einen umfassenden Einblick in den Ablauf von großen Software-Projekten gewinnen. Für ein Projekt für einen großen Automobilhersteller haben wir beispielsweise unsere JIRA Instanz stark an unsere individuellen Anforderungen angepasst. Unter anderem nutzten wir ein selbst entwickeltes Add-on, um Zeiten aus unserem Time Tracking Tool in JIRA zu importieren und den entsprechenden Tasks und Usern zuzuordnen. Damit konnten wir Features wie die Burn-down Charts effektiver nutzen, ohne Zeiten doppelt buchen zu müssen. Andere Beispiele für selbsterstellte Erweiterungen sind ein Plug-In zur Unterstützung des Risk- & Issue-Management, Progress Reports und diverse Dashboard Gadgets. 
 
Dreht man im JIRA an den richtigen Schrauben, so kann es zu einem sehr hilfreichen Tool werden, das kein Projektmitarbeiter missen möchte. Dies hat mir auch immer sehr viel Spaß gemacht, da ich so eigenverantwortlich kleine Projekte realisieren konnte, die meinen Kollegen die Arbeit ein kleines bisschen erleichtert hat.

Über den Autor

Kevin V.
Kevin V.
Kevin ist seit August 2013 bei Capgemini. Nach seinem Praktikum im Software Engineering in Berlin hat er ein weiteres Praktikum im Projekt- und Prozessmanagement eines internen SAP-Projekts absolviert. Momentan schreibt Kevin seine Bachelorarbeit bei Capgemini und ist zusätzlich noch als Werkstudent tätig.

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