expedITion Blog

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Namaste – zum Knowledge-Transfer nach Mumbai

Kategorie: Projekte

Ich liebe es in meiner Freizeit andere Länder zu bereisen und neue Kulturen kennenzulernen. Als mich mein Projektleiter fragte, ob ich zum Knowledge-Transfer für zwei Wochen nach Mumbai reisen würde, sagte ich deshalb sofort ja. So konnte ich die Arbeit mit einem meiner Hobbies verbinden. Vorrangig ging es natürlich um die Arbeit. Deshalb muss ich erst mal erzählen wie es überhaupt zu dieser Gelegenheit kam.
 
Ich bin seit März 2014 in einem Projekt zur Erstellung eines Fachkonzeptes für einen unserer Kunden tätig. Im Projekt geht es um die Ablösung mehrerer Altsysteme durch die Entwicklung eines neuen Systems, welches in ein bestehendes (von Capgemini entwickeltes) VertriebsSystem integriert werden soll. Nach drei Monaten hatten meine Kollegen und ich alle Daten vom Kunden gesammelt und zu einem Fachkonzept verarbeitet. Die Entwicklung des neuen Systems findet in Indien statt. Damit die indischen Kollegen auch genau wissen, was sie programmieren, flogen zwei Kollegen und ich von Mitte Juni bis Anfang Juli 2014 nach Mumbai.
 
Wir waren in einem schönen 5-Sterne-Hotel im Viertel Powai untergebracht, welches je nach Verkehrslage mit dem Auto  ca. 15 Minuten vom Capgemini Büro entfernt liegt. Und da sind wir auch schon beim richtigen Stichwort: Der Verkehr in Mumbai lässt einen erst mal ziemlich staunen. Spuren auf der Straße gibt es eigentlich nicht, alle drei Sekunden hupt jemand, es ist alles voll mit Auto-Rikschas und eine Straßenüberquerung zu Fuß  ist leicht lebensgefährlich. Aber die Inder bleiben alle sehr gelassen -  sie sind es schließlich gewöhnt.
Das Capgemini Büro in Mumbai ist einfach riesig. Allein auf dem Stockwerk, auf dem wir gearbeitet haben waren ca. 1.000 Kollegen untergebracht. Im Haus gab es noch fünf weitere Stockwerke und auf dem Bürogelände noch weitere Häuser, in denen Capgemini-Kollegen arbeiten. Hier kann man erleben, was es wirklich heißt in einem Großraumbüro zu arbeiten.


Unsere Aufgabe war es den indischen Kollegen die Inhalte des Fachkonzeptes zu erklären. Daher gab es jeden Tag ein bis zwei Knowledge Transfer-Sessions, in denen wir unser Wissen mit PowerPoint-Vorträgen, Übungen und kleinen Quizrunden an die Kollegen weitergegeben haben. Diese Sessions waren auch für uns als Onshore-Team wichtig, da die Offshore-Kollegen uns noch auf einige Lücken im Fachkonzept hinweisen konnten. Dadurch sind wir alle auch als Team zusammen gewachsen und so waren wir z. B. an einem Abend zusammen bowlen und anschließend essen.
 
Ein wichtiges Thema während meiner Indienreise: das Essen.  Es war wirklich sehr gut. Wir waren jeden Mittag in der Kantine.  Einige Male wurden wir darauf hingewiesen, dass das ausgewählte Essen „very spicy“ ist, aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit konnten wir fast alles essen. Abends nach der Arbeit ging es dann immer in eines der vielen Restaurants in der Umgebung, dort probierten  wir weitere Gerichte der vielfältigen indischen Küche. Zusammenfassend kann ich sagen: das Land ist ein Paradies für alle Vegetarier...
Am Wochenende hatten wir Zeit um Mumbai und die Umgebung zu erkunden. An einem Samstag haben wir uns z. B. die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt angeschaut. An einem Sonntag ging es zur Elefanta Island, einer Insel mit vielen historischen Höhlen, in denen wir Statuen indischer Gottheiten bewundern konnten.
 
Die Reise war sowohl beruflich als auch persönlich ein voller Erfolg. Durch den engen Kontakt mit den Kollegen hatte ich die Chance direkt von Einheimischen etwas über die indische Kultur und das Leben in Mumbai zu erfahren. Ich bin begeistert aus Indien zurückgekommen. Alles ist bunt und anders als die westlich geprägten Länder. Die Kollegen sind sehr nett, das Essen ist der Hammer und ich hatte das Gefühl als wären Bollywood und die passende Musik dazu wirklich überall. Auch für unser Projekt war die Reise sehr hilfreich, da der Kontakt zu den indischen Kollegen seit unserer Rückkehr sehr intensiv und produktiv ist.

Über den Autor

Sabine S.
Sabine S.
Sabine arbeitet seit 2014 bei Capgemini im Münchner Custom Solution Development-Team für Kunden aus dem Automotive-Bereich. Dort ist sie als Software Engineer eingestellt. Im Moment ist sie als Business Analyst in einem Entwicklungsprojekt tätig. In ihrer Freizeit begeistert sie sich für verschiedenste Sportarten, geht gerne auf Konzerte und Festivals, verbringt viel Zeit mit ihren Freunden und reist durch die Welt.

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