expedITion Blog

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Raus aus dem Job-Alltag, rein in die Uni-Patenschaft

Neulich saß ich mit einem Professor in seinem Büro an der Hochschule, die ich als Capgemini-Hochschulpate „betreue“. Lakritze essend unterhielten wir uns über seine Forschung, gesellschaftliche Verantwortung und mögliche Kooperationen. Ab und zu fiel ein lustiger Kommentar, dann ein gemeinsames Lachen und weiter ging es im Programm. Diese schöne Erinnerung habe ich in meiner Arbeitszeit gemacht. Aber jetzt stellt sich aber die Frage: Was hat das mit meiner Arbeit als Software-Ingenieur bei Capgemini zu tun?
 
Ich fange mal von vorne an: Mein Personalvorgesetzter kam ungefähr ein Jahr nach meinem Einstieg bei Capgemini auf mich zu und fragte, ob ich gerne Pate für die Hochschule wäre, an der ich zuvor meinen Master gemacht hatte. Was das denn bedeute, habe ich ihn erst einmal zurückgefragt. Er leitete mich an einen Kollegen weiter, der das schon machte. Der erzählte mir, dass es vor allem darum geht, den Kontakt zur Hochschule – konkret Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende - zu pflegen.
„Klar, bringe es Capgemini, dass das Unternehmen an der Hochschule bekannt wird und man mögliche zukünftige Kollegen für unsere Arbeit begeistern kann“, meinte er. „Jedoch geht es auch darum, voneinander zu profitieren: In gemeinsamen Projekten oder Praktika lernen wir von der Hochschule mehr über neueste Forschungsergebnisse. Und im Gegenzug dazu bekommt die Hochschule Praxiserfahrungen von uns.“ Das hat mich fasziniert und ja, ich habe zugesagt.
 
Nun, was bedeutet es konkret ein Hochschulpate bei Capgemini zu sein? Ich habe Kooperationen wie zum Beispiel Gastvorträge in Vorlesungen oder Seminar- und Abschlussarbeiten organisiert. Ab und zu stehe ich auch selbst als Vortragender vor einer größeren Gruppe von Studierenden. Neben mir gibt es natürlich auch andere Kollegen, die sich an der Hochschule engagieren. Wenn sie Bedarf haben, unterstütze ich sie durch meine Kontakte und das bisher gesammelte Wissen. Und um das zu erlangen suche ich immer wieder nach ähnlichen Themen, Projekten und Gleichgesinnten sowohl bei uns im Unternehmen als auch an der Hochschule.
 
Jetzt nach den eineinhalb Jahren als Hochschulpate kann ich ein erstes Resümee ziehen, was es mir gebracht hat und was die Hochschulpatenschaft auch einfordert: Zu allererst bekommt man eine ausgezeichnete Gelegenheit, innerhalb des Unternehmens und an der Hochschule zu netzwerken. Zum Beispiel gibt es fast 100 Hochschulpaten, mit denen man sich austauschen kann, und der Kontakt zum Professor als Vertreter eines Unternehmens ist ein anderer als man ihn als Student hat. Nicht zu unterschätzen ist daneben, dass man über den eigenen Tellerrand schauen kann. Konkret habe ich zum Beispiel im letzten Semester mehr über Datennutzungskontrolle und agile Ansätze für Architekturmanagement gelernt. Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass man – wie im Titel genannt – regelmäßig aus dem Alltag gerissen wird. Jedoch gibt es selbstredend auch eine Kehrseite: Übernimmt man Verantwortung als Hochschulpate, gibt es Phasen, in denen alles zusammenkommt: Dann ist nicht nur Hochphase im Kundenprojekt, sondern auch bei der Hochschulpatenschaft. Um alles unter einen Hut bekommen, heißt es dann, wieder mal an der eigenen Organisation zu feilen. Aber interessanterweise ist es genau das, was mir Spaß macht - an den Herausforderungen zu wachsen. 

Über den Autor

Patrick M.
Patrick M.
Patrick ist seit 2012 bei Capgemini und seit seinem Einstieg in Projekten für Automotive-Kunden unterwegs. Dort begeistert ihn vor allem die Fahrzeugentwicklung. Wenn er nicht gerade ein Konzept schreibt, findet man ihn auch in den Bergen, beim Laufen oder Schwimmen.

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