expedITion Blog

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App-Entwicklung für die erweiterte Realität

Im Frühjahr 2014 startete ich zusammen mit zwei Kommilitonen aus meinem Studiengang bei Capgemini eine Uni-Projektarbeit über das Thema „Augmented Reality (AR)–Anwendungen* im Bereich Automotive“. Augmented Reality ist die Erweiterung der Realität bzw. der realen Umgebung mit digitalen Inhalten, wie 3D-Modellen, Informationen, Bildern oder Ton mithilfe von z. B. Smartphones, Tablets oder Smart Glasses.
Unsere Aufgabe war es, eine umfangreiche Recherche und Marktanalyse über das Thema AR zu erstellen und eine iOS AR-Anwendung für iPad und iPhone zu entwickeln.
Höchst motiviert stürzten wir uns in das spannende und abwechslungsreiche Vorhaben.
Wir entwickelten Schritt für Schritt verschiedene App Prototypen. Jede App basiert auf einer anderen Tracking-Technologie, d.h. auf unterschiedlichen Mechanismen, wie die Anwendung sein Umfeld und Gegenstände erkennen kann. Eingeblendete Informationen über das erkannte Umfeld erweitern daraufhin das Blickfeld des Nutzers.
Da wir uns in unseren Erfahrungen und Stärken perfekt ergänzten, erzielten wir relativ schnell erste Ergebnisse und hatten bald unsere erste selbst erstellte App in der Hand.
Unser Projekt war ein voller Erfolg; wovon wahrscheinlich ein Großteil unserer eigenen Begeisterung für das Thema zuzuschreiben war. Aussagen wie „Schau mal, wie cool ist das denn!“ fielen häufig. Was aber vielleicht auch ein wenig daran lag, dass Star Wars durch ein Modellraumschiff und 3D-Modelle als Beispielinhalte eine essentielle Rolle in unserem Projekt spielte :).
 
Nach Abschluss unserer Arbeit begann ich im Rahmen meiner Werkstudententätigkeit für das Digital Innovation Lab - dem Labor für neue, innovative Technologien und Entwicklungen - einige Apps im Bereich Augmented Reality für Smart Glasses zu erstellen. Die Hardware, für die ich entwickle ist eine Epson Moverio BT-200, ein Stereo Smart Glass-Gerät, auch „Wearable-See-Through-Diplay“ genannt, welches Augmented Reality in 3D ermöglicht.

Epson Moverio BT-200 

Als Teil des Teams der Capgemini Digital Service Line bastele und teste ich zurzeit an neuen Android Prototpyen für Hands-Free Use Cases, wie z.B. Wartungsanleitungen, Navigation und digitale Benutzerhandbücher. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.
 
*Ein wenig mehr zum Thema Augmented Reality:

Die Erweiterte Realität oder auch Mixed Reality lässt sich zwischen unserem wahrgenommenen Umfeld und der virtuellen Realität einordnen

Der AR Prozess funktioniert grundsätzlich so: Eine Szene wird durch eine Kamera aufgenommen und anhand von verschiedenen Tracking-Technologien erkannt. Nach der Erkennung werden Inhalte an bestimmten Stellen eingebunden und in die Kameraszene einfügt. AR ist eine der zukunftsträchtigsten Technologien der letzten Jahre und wird stetig weiterentwickelt und verbessert. Beispiele für AR sind z. B. die digitalen GPS-basierten Sternenkarten, die Sternkonstellationen am Himmel anzeigen. Vor allem in der Industrie und der Robotik wird die Objekterkennung über CAD Daten, 3D Pointclouds („Feature-Based Tracking“) oder Instant Tracking eines Gegenstandes verwendet.

Die Instant Tracking Technologie zur Objekterkennung mit 3D Maps

Für AR können verschiedenste Geräte verwendet werden. „Handhelds“ wie Smartphones und Tablets waren bis jetzt die am meisten verwendeten Geräte, werden aber nach und nach von „Wearables“ wie Armbandcomputer oder Smart Glasses abgelöst. AR-Anwendungen werden sowohl von Endkunden im Alltag, als auch von großen Logistik- und Automotive-Unternehmen verwendet, die ihre Entwicklung und Produktion durch AR-Anwendungen verbessern und vereinfachen. Einige der vielen, möglichen Anwendungsfelder sind dabei z. B. Mitarbeiter-Trainings, Self-Learning-Anwendungen, Erweiterung von Prospekten, Koordinationsvereinfachung im Lager und in der Logistik und digitale Bedienungs- oder Reparaturanleitungen.

Über den Autor

Christina Aigner
Christina Aigner
Christina ist seit Juli 2013 als Werkstudentin bei Capgemini und möchte sich auch in ihrem „Management and Technology“-Studium in Richtung neue Technologien und Innovationsmanagement spezialisieren. Trotz so viel erweiterter und virtueller Realität ist der Tirolerin in ihrer Freizeit die Natur für viel Sport und Reisen aber immer noch am liebsten.

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