expedITion Blog

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Suit Up – Vom Zauberlehrling zum Unternehmensarchitekten

Ich befasste mich zum ersten Mal praktisch mit dem Thema Enterprise Architecture als ich meine Masterarbeit schrieb. Ich konstruierte eine Geschäftsarchitektur für das mittelständische Software-Unternehmen, in dem ich seit mehreren Jahren als Werkstudent arbeitete.
 
In T-Shirt und Turnschuhen und ganz viel Attitude hatte ich dort als Software-Entwickler angefangen. Ich lernte schnell. Vom Systemadministrator bekam ich den Spitznamen „Zauberlehrling“. Bald ließ ich die kleinen, für Werkstudenten oft so typischen Aufgaben hinter mir und wirkte an den großen Kundenprojekten mit. Durch die Mitarbeit an einem internen Qualitätsmanagementprojekt gewann mein Trickrepertoire zudem an Business-Zauberei. Schließlich konnte ich den CEO von Enterprise Architecture begeistern. Wir beschlossen das Thema in meiner Masterarbeit zu beleuchten.
 
An der Uni hatte ich von Enterprise-Architecture-Ansätzen wie TOGAF und dem Integrated Architecture Framework (IAF) gelernt. Hier nahm ich auch zum ersten Mal Capgeminis Expertise für IT-Architektur wahr. Als ich dann eine Einladung zur ExpedITion bekam, sagte ich sofort zu. Ich wollte mehr erfahren und wurde nicht enttäuscht. In den Räumen des Nürnberger Frankenstadions hatte ich lange Gespräche mit zwei Senior-Architekten. Gespannt folgte ich ihren Erzählungen von Quasar Enterprise, einer bewährten Roadmap durch IAF, und agilen Architekturansätzen. Mein Entschluss war gefasst: Ich wollte Architekt werden.
Drei Monate später saß ich im Auto, das schnieke Nadelstreifensakko hing über der Rücksitzbank und ich suchte einen Parkplatz vor Capgeminis Niederlassung in Nürnberg. Mein erster Arbeitstag als Architekt war gekommen. Paten führten mich in die Geheimnisse interner Capgemini-Abläufe ein. Nach einigen Wochen war auch ein passendes erstes Projekt gefunden. Ein Kollege und ich sollten eine F&E-Abteilung eines Automobilherstellers beraten. Der Kick-Off liegt mittlerweile fast anderthalb Jahre zurück. Das Projekt wurde seither mehrfach verlängert. Damals wie heute ist mein tägliches Aufgabenfeld breit gefächert. Neben Architektur beschäftige ich mich v.a. mit Software Engineering, einer Industrialisierung der IT und Prozessverbesserungen. Als mein Kollege das Projekt nach ca. einem halben Jahr verließ, übernahm ich zudem dessen Tätigkeiten als operativer Projektleiter.
 
Besonders gefallen mir die hohen Freiheitsgrade meiner Tätigkeit. Ich kann eigene Ideen einbringen, sie in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden vorantreiben und Wirklichkeit werden lassen. Regelmäßig moderiere ich dazu Meetings, veranstalte kleinere Workshops und präsentiere meine Ergebnisse wichtigen Entscheidungsträgern. Derzeit beschäftige ich mich beispielsweise mit der Einführung eines Buildmanagement mit State-of-the-Art-Technologien. Dieses Thema wurde von mir eingebracht und wird in naher Zukunft das Tagesgeschäft fast einer Hundertschaft von Ingenieuren direkt oder indirekt beeinflussen. Bei Fragen und Problemen unterstützen mich mein Account Manager und auch mein Mentor, ein sehr erfahrener Architekt.
 
Auch wenn meine Aufgaben vielschichtig, zeitintensiv und oft sehr fordernd sind, war es für mich die richtige Entscheidung den Werdegang eines IT-Architekten bei Capgemini zu wählen. Ich konnte in den letzten beiden Jahren mehr lernen als wohl viele andere in zig Jahren Berufspraxis in der Linienorganisation. Aus dem Zauberlehrling wurde so ein junger Magier in Anzug und Krawatte, der es schon ganz gut schafft, sein Publikum in Wort und Tat zu fesseln. Natürlich könnte der ein oder andere Handgriff noch filigraner umgesetzt, die eine oder andere Geste noch besser in Szene gesetzt werden. Ich denke, dies wird sich aber mit zunehmender Berufspraxis einstellen. Chancen zur persönlichen Weiterentwicklung ergeben sich tagtäglich.

Über den Autor

Manuel Breu
Manuel Breu
Manuel Breu ist Unternehmensarchitekt bei Capgemini in Deutschland. Er beschäftigt sich über Branchengrenzen hinweg mit Enterprise Architecture Management, innovativen Geschäftsmodellen und Technologien.

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