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Zum Bewerben „on the road“? Tipps für deinen Besuch auf Karrieremessen

Meine erste Karrieremesse besuchte ich mit Capgemini vor drei Jahren, nun nicht mehr als Bewerber, sondern auf der anderen Seite des Standes. Da ich jedoch noch sehr gut aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig es sein kann, eine Karrieremesse für sich zu nutzen und dabei noch einen positiven Eindruck bei den Unternehmensvertretern zu hinterlassen, möchte ich euch für den nächsten Messebesuch ein paar Tipps & Tricks an die Hand geben.
An unserem Stand habe ich viele Studenten begrüßt und sehr oft waren wir uns am Ende einig: Das war ein  gutes und erfolgreiches Gespräch. Aber noch mehr Studenten sind an unserem Stand vorbeigegangen - einige wirkten schüchtern andere desinteressiert, manche hatten ihren Blick schon fest  auf ein Ziel weiter hinten gerichtet und andere gingen vorbei mit suchendem Blick.
Ich selbst habe mich als Student oft einfach über die Veranstaltungen treiben lassen. Daher weiß ich inzwischen, so verpasst man leicht etwas! Damit ihr aber mit einem guten Gefühl von eurer nächsten Karrieremesse heimfahrt, hier ein paar Tipps:

 
 

1. Unverhoffte Beute für Give-Away-Jäger

Man erkennt sie schon von Weitem daran, dass alle umliegenden Aussteller hektisch ihre Stände leeren und die guten Werbemittel zu verstecken suchen ;). Denn wer zu langsam ist, wird gnadenlos leer geräumt. Er hat eine große Tasche dabei oder trägt seinen Rucksack offen und lässig über der Schulter. Oft fragt er ganz direkt, ob er dies oder das vom Stand mitnehmen kann und was denn mit der Tasse sei, die da (wohlgemerkt noch halb voll) steht. Ich frage mich immer, was macht man nach so einem Tag mit 34 Kugelschreibern und dem ganzen anderen Zeug?

Mein Tipp: Lass dich nicht nur von den Give-Aways, sondern auch von den Inhalten der Unternehmen überraschen! Vielleicht findest du genau das, was du suchst.

 

2. Das Unbekannte für den Vorbereiteten

Der perfekt Vorbereitete trägt seine Lebensläufe ausgedruckt vor sich her und hat sich anhand der Ausstellerliste im Vorfeld schon überlegt zu wem er gehen wird und sich dabei für die 3 Top-Namen entschieden. Die Fragen sind schon vorbereitet, genauso wie die Antworten, die er gerne hören möchte. Vorbereitung ist wichtig, ja, aber wer weiß - vielleicht übersiehst du dabei deinen Traum-Arbeitgeber, nur weil er auf Platz vier der Liste steht.

Mein Tipp: Geh mit offenen Augen und Ohren über die Messe, nimm dir Zeit auch für die scheinbar unbekannteren Namen.

 

3. Überaschungseffekte für Mitläufer

Er weiß gar nicht so recht, was er hier eigentlich soll. Ein Freund hat ihm von der Messe erzählt und er hatte sonst nichts besseres zu tun, also kommt er halt mit. Er fühlt sich etwas deplaziert zwischen den anderen und wartet eigentlich nur darauf, mit den Kommilitonen weiterzuziehen. Also steht er am Rand, schaut sich den ein oder anderen Flyer an, ist aber eigentlich eher genervt von all diesem Getue.

Mein Tipp: Spring über deinen Schatten und nutze den Besuch für dich - schließlich bist du schon da! Lass dich auf Gespräche ein. Vielleicht knüpfst du spannende Kontakte, die dir später nutzen.

 

4. Get-Together für Schüchterne

Unverwechselbar, wenn auch komplett anders, ist der unsichere Student. Er schlendert mit seinen besten Freunden vorsichtig durch die Gassen der Stände, sieht sich aus der zweiten Reihe die Flyer, Stellenanzeigen und Menschen an, bevor er unverrichteter Dinge weiterzieht. Klingt es für ihn interessant, kommt er noch ein zweites Mal vorbei, ohne jedoch den Mut für eine direkte Ansprache zu finden. Vielleicht schnappt er sich einen weit entfernt liegenden Flyer, um dann ohne Blickkontakt in der Masse abzutauchen. Wenn man selbst gerade im Gespräch ist, übersieht man ihn deswegen leider oft ganz.

Mein Tipp: Trau dich und nimm deinen Mut zusammen. An den Ständen sind meist junge Kollegen, die den Sprung in die Arbeitswelt selbst erst vor kurzem gemacht haben und genau wissen, wie ihr du dich fühlst. Geh auf die Leute zu!

 

Es gibt bestimmt noch unzählige andere Arten von Karriere-Messebesuchern und ich will gar nicht alle in einen Topf werfen oder in Schubladen stecken . Was ich euch sagen möchte: Nutzt die Karrieremessen um euch zu informieren! Lasst euch nicht von Branchenbezeichnungen wie Technologieunternehmen abschrecken. Sucht das Gespräch mit den Leuten an den Ständen, da sie euch unverfänglich und direkt sagen können, was im Job auf euch zukommt. Denn genau das lernt ihr nicht im Studium. Und sie helfen euch, eure Einstiegsmöglichkeiten zu erklären - egal ob  ihr einen technologischen oder naturwissenschaftlichen Studienabschluss habt oder Politologe, Kulturwissenschaftler oder  Lehramtsstudent seid.
Ich freue mich darauf, den ein oder anderen von euch vielleicht auf der nächsten Messe kennen zu lernen - und für Capgemini zu begeistern!

Über den Autor

Daniel H.
Daniel H.
Daniel ist Projektleiter und Berater im Bereich Business Technology für Kunden aus dem Automotive-Umfeld. Zusätzlich zum normalen Arbeitsalltag vertritt er das Unternehmen häufig auf Karriere-Messen. In seiner Freizeit ist er gerne draußen unterwegs und genießt die Berge und die Sonne.

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