expedITion Blog

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Warum kommst du nicht nach Berlin?

…das Vorstellungsgespräch mit Capgemini ist gut verlaufen, ich bekomme ein Angebot. „Warum kommst du nicht nach Berlin?“, fragt mein Gesprächspartner, „der Public Sector fokussiert sich immer mehr auf die Hauptstadt, viele deiner Projekte werden ohnehin hier stattfinden.“  

Die zugrunde liegende Argumentation ist sicher korrekt, die Ministerien und Kammern sind mehrheitlich in Berlin angesiedelt oder bereiten sich auf den Umzug dorthin vor. Aber ich? Eben war das Kölner Capgemini Büro noch die erste und einzige Wahl und plötzlich steht alles in Frage. Kann ich alles hinter mir lassen und einfach umziehen? Nein, eher nicht, nein.

Doch schon auf dem Rückflug in die Heimat kommen mir erste Zweifel: Ich bräuchte kein Auto, bekäme stattdessen ein günstiges Jobticket. Das Geld könnte ich doch für eine schicke Wohnung in der Innenstadt ausgeben. Abends und am Wochenende vor einer Fülle an Freizeit- und Kulturangeboten stehen statt vor einem kleinen Supermarkt in der Provinz? Ja! In den Sommerabend hinein grillen und dann mit den Freunden zu Fuß los? Ja! Und überhaupt: Berlin!


Wenn ein Leben in der Stadt ein Wunsch unserer Generation ist, dann ist Berlin ein Traum. Riesig und vielfältig, irgendwo zwischen Graffiti und Glaspalästen, Firmenzentralen und Currywurstbuden. Ich überlege ein Wochenende und sage zu. Aber wenn ich meinen Wohnort frei wählen kann, dann will ich keine Kompromisse. Ich ziehe mitten rein und zwar an den Checkpoint Charlie, sodass die nächste U-Bahn-Station genauso kompromisslos heißt wie diese ganze Entscheidung: Mitte.

Am casual friday gehe ich jetzt zu Fuß zur Capgemini Deutschland-Zentrale am Potsdamer Platz. Entlang der ehemaligen Mauer, deren Verlauf noch immer auf den Straßen markiert ist. Überall Geschichte und überall Touristen, Menschen die von weit her anreisen um meinen täglichen Arbeitsweg zu bestaunen. Der Platz selbst designt von internationalen Stararchitekten, von unseren Büros blicken wir direkt auf das Sony Center und einmal im Jahr auf die Berlinale. An Freitagen organisiert die Leiterin der Capgemini Niederlassung Cocktails und Häppchen auf unserer riesigen Außenterrasse hoch über den Dächern.

Und von montags bis donnerstags? Wenn schon, denn schon: Das erste Projekt befindet sich ebenfalls in der Hauptstadt – am Gendarmenmarkt. Zwischen dem Deutschen und dem Französischen Dom erstreckt sich das Schauspielhaus, die drei Gebäude bilden zusammen den nach einhelliger Meinung schönsten Platz Berlins. Egal ob morgens auf dem Weg zur Arbeit, abends auf dem Weg nach Haus oder beim Mittagessen mit dem Team: Der Gendarmenmarkt bildet die Kulisse für meine ersten Monate.  Und das Beste an allem: Natürlich gehe ich jeden Morgen zu Fuß zur Arbeit – es würde sich nicht lohnen für die kurze Strecke zwischen dem Checkpoint Charlie und  Gendarmenmarkt in eine U-Bahn zu steigen. Statt im Stau oder in der fahrenden Sauna zu stehen, wandere ich jeden Tag durch meine neue Heimat! Ich bin glücklich, denn die Entscheidung hierher zu ziehen, war die richtige. Aber halt, das war kein Glück, irgendjemand hat das alles hier in Gang gesetzt und ich war es nicht…

Über den Autor

Martin D.
Martin D.
Martin begann seine Arbeit für Capgemini im März 2015. Als Senior Consultant und Business Analyst im Bereich Business Technology unterstützt er die fortschreitende Digitalisierung des Public Sectors. In seiner Freizeit erkundet er seine neue Heimat: Berlin.
ich geb Gas mit meinem Master und komm wenn ich keine Pflichtveranstalungen hab! Ick freu mi

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