expedITion Blog

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Am anderen Ende des Tisches

Seit gut einem halben Jahr bin ich nun auf der vermeintlich dunklen Seite der Macht, inmitten von der IT geprägten und auf Effizienz getrimmten Kolleginnen und Kollegen in der forderndsten Branche, die man sich vorstellen kann. Doch halt - irgendwie ist es hier doch recht hell und die hohen Ansprüche an die Ergebnisqualität geben auch nur die halbe Wahrheit wieder, doch dazu später mehr.

Ich war Polizeikommissar in einer Landespolizei und hatte früh Kontakt mit der Projektarbeit. Eine Polizei ohne funktionierende IT kann sich auch niemand vorstellen und so durfte ich frühzeitig in spannenden, länderübergreifenden Projekten mitarbeiten. Durch ein berufsbegleitendes Zweitstudium konnte ich dann die Theorie erneut aufgreifen und in die Praxis einbringen – win-win.

Durch die Neugier und die Lust auf eine wirklich spannende Tätigkeit getrieben und durch die zahlreichen Gespräche mit diesen Beratern, die ja wirklich überall auflauern, habe ich dann den Sprung gewagt – raus aus der Polizei und rein in die Wirtschaft. Nun habe ich die Verbeamtung hinter mir gelassen und bin Kommissar außer Dienst. Die erste Reaktion meiner Familie können sich sicherlich viele vorstellen.

Erste Feststellung: Mut wird belohnt. Ich werde herzlich im Unternehmen aufgenommen und mit meinem Lebenslauf bin ich nicht allein, sondern ein Exot unter Exoten. Ich treffe auf Politikwissenschaftler, Biologen, Volkswirte, Pädagogen und ehemalige Offiziere. Was uns verbindet, ist die Neugier und der Wille, komplexe Fragestellungen und Themen für uns zu entdecken, sie zu durchdringen und durch eine Lösung einen Fußabdruck in der Gesellschaft zu hinterlassen.

Zweite Feststellung: Das Unbekannte ist eine Chance. Wir bewegen uns in einem Umfeld voller Veränderungen. Die Anforderungen an die Verwaltung steigen und die Anzahl der veröffentlichten Digitalen Agenden auch. Als Polizist habe ich diese Veränderungen durch die Brille der Inneren Sicherheit gesehen. Jetzt bin ich Stammkunde beim Optiker und versuche mich gleichzeitig selbst am Perspektivvertrieb. Aber das macht mir keine Sorge, ganz im Gegenteil. Mit einem starken Team im Rücken und einer gesunden Portion Offenheit und Pragmatismus können wir gemeinsam alle Problemstellungen meistern.

Dritte Feststellung: Wer Verantwortung übernimmt, erhält gestalterischen Freiraum. Der Einstieg bei Capgemini war mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Maßnahmen rund um die Integration in das Unternehmen geprägt – Ankommen leicht gemacht. Im Bereich Innere Sicherheit konnte ich dann bereits nach kurzer Zeit erste Verantwortung übernehmen, meinen Erfahrungsschatz unmittelbar einbringen und werde nun in diesem spannenden Feld gefordert und vor allem gefördert.

Wir gestalten die Zukunft der Inneren Sicherheit gemeinsam mit Politik und Verwaltung und ich darf Teil dieses Prozesses sein.

Bereue ich die Entscheidung?! – kein Stück. Ich habe ein inspirierendes Umfeld gefunden und kann jedem nur empfehlen, die andere Seite kennen zu lernen!

Über den Autor

Kai H.
Kai H.
Kai ist 27 Jahre alt und war vor seinem Einstieg bei Capgemini Polizeikommissar in Thüringen. Nach einem berufsbegleitenden Zweitstudium und gesammelter Projekterfahrung ist er nun als Business Analyst im Public Sector (Schwerpunkt Innere Sicherheit) tätig.
Hallo Herr Hartmann, beeindruckender Einblick in Ihre neue Tätigkeit. Schön, dass Möglichkeiten der Entfaltung und des kreativen Mitwirkens erst gar nicht den Eindruck aufkommen lassen, eine nicht richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ich drücke Ihnen auf Ihrem weiteren Weg die Daumen! Viele Grüße aus Erfurt Jürgen Loyen

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