expedITion Blog

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Mit SCM an der Schnittstelle zwischen Entwickler und Produkt

Kategorien: AufgabenEinstieg

Hinter der Abkürzung SCM verbergen sich nicht nur die drei ohnehin schon mächtigen Begriffe Software, Configuration und Management, sondern auch viele verschiedene Teildisziplinen, Philosophien und Werkzeuge. Als ich im Oktober 2015 als Software Engineer bei Capgemini eingestiegen bin, waren viele der damit in Verbindung stehenden Begriffe völlig neu für mich. Build & Deployment? Continuous Integration? Artifact Management? Okay, schon mal gehört. Aber meine praktischen Erfahrungen in diesen Gebieten waren eher ausbaufähig. Dennoch - oder gerade deshalb - wurde ich Teil des SCM-Teams für einen in der Biotechnologie tätigen Kunden.

Zu Beginn meiner Tätigkeit galt es, eine große Menge von Eindrücken zu verarbeiten und einzuordnen - denn neben der allgemeinen Einarbeitung in die SCM-Thematik musste auch die bereits bestehende Infrastruktur des Kunden analysiert und verstanden werden. Das war zwar eine Herausforderung, aber auch äußerst effektiv, da ich neben den theoretischen Überlegungen direkt eine praktische Implementierung begutachten konnte, in der mehrere Jahre Planung und Expertise steckten. So entwickelte ich schnell ein Bewusstsein dafür, weshalb SCM einige unabdingbare Anforderungen für die moderne Softwareentwicklung abdeckt. Denn ebenso wenig, wie gute Software ohne Planung auskommt, kann im eigentlichen Entwicklungsprozess aufgrund der enormen Komplexität und verschiedener Abhängigkeiten nicht auf bestimmte Hilfsmittel verzichtet werden. Das fängt bei der Einrichtung des Build-Skripts an und geht über Monitoring bis hin zum Deployment der Anwendung. Dass sämtliche Projekte unter Versionskontrolle stehen und der Umgang mit den entsprechenden Tools vorausgesetzt wird, ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Ohnehin sind Einsatz und Kenntnisse passender Tools eine wichtige Voraussetzung dafür, den Build-Prozess zu beschleunigen und an den richtigen Stellen zu automatisieren - ein Umstand, der gerade im DevOps-Zeitalter enorm an Bedeutung gewinnt. Lässt sich aus technischen oder auch zeitlichen Gründen keine passende Lösung finden, ist das Schreiben individuell zugeschnittener Skripte immer noch ein gängiges Mittel.

Mein Arbeitsalltag ist heute sehr vielseitig. Bin ich morgens noch mit dem Schreiben von Skripten auf einem Linux-Server beschäftigt, kann es wenige Stunden später in einem Kundengespräch darum gehen, Lösungen zu präsentieren, Ansätze zu diskutieren und Entscheidungen zu treffen. Zwischendurch trifft vielleicht ein Support-Ticket ein, da einige Unit-Tests beim letzten Integration Build fehlgeschlagen sind. Das alles geschieht im stetigen Kontakt mit dem Kunden, denn Kommunikation thront sowieso als wichtigster Faktor über allem. So erlebe ich die Software-Entwicklung insgesamt auf vielen verschiedenen Ebenen. Diese hohe Abwechslung erfordert das spontane Wechseln zwischen Aufgabenfeldern sowie die Bereitschaft, sich über andere Möglichkeiten zu informieren und in diese einzuarbeiten. Das wirklich Spannende dabei ist, dass es nie wirklich die eine Lösung gibt. Jedes Projekt erfordert neue Sichtweisen und macht die Arbeit dadurch unheimlich interessant.

Über den Autor

Lukas W.
Lukas W.
Lukas begann im Februar 2015 als Praktikant bei Capgemini und verfasste dort anschließend seine Bachelorarbeit. Seit Oktober arbeitet er fest als Software Engineer und ist derzeit im SCM-Team für einen Kunden in der Biotechnologie-Industrie tätig.

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