expedITion Blog

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Gutes tun kann so einfach sein!

Projektarbeit, Deadlines, harte Zahlen und Fakten und eine Arbeit, die sich ausschließlich an den Bedürfnissen des Kunden orientiert. Das sind die gängigen Vorurteile, die über die Tätigkeit bei einem Beratungsunternehmen kursieren. Umso glücklicher bin ich, in einem Unternehmen zu arbeiten, welches mehr ist als ein bloßer Dienstleister und sich seiner Rolle in der Gesellschaft bewusst ist. Denn auch für mich ist es von großer Bedeutung, mich neben meinem Beruf in der Gesellschaft zu engagieren und Gutes zu tun. Am 12. November 2016 hatte ich nun die Chance, meine privaten Ansprüche mit meinem Job zu verbinden. Im Rahmen des Freiwilligentages, den Capgemini jedes Jahr an den verschiedenen Standorten in Deutschland organisiert, installierte ich zusammen mit anderen Kolleginnen und Kollegen WLAN in einer Unterkunft für Geflüchtete – alles unter Anleitung von Mitgliedern des Vereins Refugees Online e. V..

Bereits am frühen Morgen waren wir Münchner Kollegen vor Ort in der an diesem Tag schneebedeckten Containerunterkunft in Andechs. Oftmals ist einem selbst nicht bewusst, dass für Geflüchtete ein Internetzugang meist die einzige Möglichkeit darstellt, Kontakt zu ihren Familien und Freunden, die sich entweder noch in der Heimat oder ebenfalls auf der Flucht befinden, aufzunehmen und sich in der neuen Heimat zurechtzufinden!

Nach einer Begrüßung durch den örtlichen Helferkreis und einer Einweisung durch Volker Werbus von Refugees Online starteten wir mit der Installation. Hierzu mussten nicht nur Router in allen 16 Unterkünften der Bewohner installiert, sondern auch Kabel per Hand von Container zu Container verlegt werden. Dabei waren waghalsige Kletterkünstler gefragt – denn um die Kabel zwischen den Containern zu spannen, war ein Einsatz in luftiger Höhe nötig. Glücklicherweise meisterten wir diese Herausforderung aber mit Bravour und ohne Zwischenfälle.

Ein kleinerer Teil der Kollegen schulte die Bewohner vor Ort außerdem in der Bedienung von Chromebooks, die der Verein von Google zur Verfügung gestellt bekommen hatte, und wies sie in die Bedienung der Plattform AsylPlus ein. Über die Online-Akademie von AsylPlus können Geflüchtete individuell Sprachzertifikate erwerben, Informationen zum Leben in Deutschland erhalten, praktische Leitfäden für den (Berufs)-Alltag herunterladen und auf bewährte und getestete Apps für Geflüchtete zugreifen. Auch hier stellten wir schnell fest, dass wir nicht nur bloße Informationsträger waren, sondern eine echte Verbindung zur Außenwelt darstellten und Träume und Hoffnungen schenkten. Für mich war es besonders beeindruckend zu sehen, welch konkrete Ziele die einzelnen Bewohner mitbrachten. So schrieben wir Lebensläufe mit angehenden Krankenpflegern, erklärten, was ein Physiotherapeut macht, oder zeigten pantomimisch die Bedeutung des deutschen Wortes „Blutabnahme“.

Nach getaner Arbeit nutzten die Bewohner sofort aufgeregt das WLAN, das sie über ein Jahr lang entbehren mussten. Für uns ging es zusammen mit dem Helferkreis zum Aufwärmen in das nahegelegene Kloster Andechs zu Speis und Trank. Doch die größte Bestätigung waren die glücklichen Augen der Bewohner, die uns wieder einmal zeigten, wie einfach und schön es ist, Gutes zu tun. Mit Sicherheit bin ich wieder beim nächsten Freiwilligentag dabei!

 

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Über den Autor

Florian S.
Florian S.
Nach seinem Masterstudium der Wirtschaftsinformatik an der TU Dresden stieß Florian Anfang 2016 zu Capgemini in München, wo er nun als Applications Consultant arbeitet. In seiner Freizeit spielt und schaut er gern Fußball, fährt Rennrad, lernt Sprachen und entwickelt Sportwettensysteme.

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