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Auto on Demand

Kategorie: Trends am Horizont

Dorling Kindersley RF | © ThinkstockKlaus Hardy Mühleck wettet auf CIO.de, dass das Auto in zehn Jahren als mobiles Endgerät in verschiedene Netze eingebunden sein wird, seine autonome Intelligenz behalten und regelmäßig über die Cloud upgedated werden wird. Diesen Gedanken kann ich sehr gut folgen und als Konzern-CIO der Volkswagen AG wird Klaus Mühleck sicherlich am besten wissen, wohin sich die Fahrzeugtechnologie entwickelt. Als IT-Experte würde ich sogar noch einen Schritt weiter gehen: Wie wäre es mit „Auto on Demand“?

Das On-Demand-Konzept kam in der IT vor circa 10 Jahren auf. Bis dahin kaufte man Hardware ein und wenn Rechenleistung und Festplattenkapazität nicht mehr ausreichten, wurde das Gerät im Idealfall ausgebaut, häufig auch komplett ausgetauscht. Das war aufwändig und außerdem nicht besonders flexibel. Außerdem musste man sich bereits vor dem Kauf Gedanken darüber machen, wie viel Leistung man in einem Jahr benötigt. Das On-Demand-Konzept machte diese Überlegungen überflüssig: Server zum Beispiel wurden komplett ausgestattet angeliefert, bezahlt wurden aber nur die tatsächlich genutzten Kapazitäten, und wenn man mehr brauchte, konnte man weitere Festplatten oder Prozessoren freischalten lassen. Ganz einfach. Ohne Umbau, ohne Neuinstallation.

Das Auto on Demand stelle ich mir so vor: Man kauft die „Hardware“, also ein Fahrzeug einer bestimmten Größe, mit Sitzen, Kofferraum, Pedalen und so weiter, aber alle Leistungs- und Technologie-abhängigen Funktionalitäten kann man bei Bedarf dazu buchen: Zum Beispiel das Navigationssystem, das man zu Hause, wo man sich auskennt, ja gar nicht wirklich braucht. Durch die Aktualisierung der Karten aus der Cloud hat man auf diese Weise auch immer eine aktuelle Version parat, auch wenn man nur einmal im Jahr ins Ausland fährt. Genauso könnte man es mit dem Tempomat für Autobahnfahrten, der Freisprecheinrichtung, der Klimaanlage und der Standheizung machen und bei Bedarf sogar die Motorleistung erhöhen. Ebenso lässt sich die Nutzung von Medien im Auto bedarfsgerecht bereitstellen und skalieren. Je nach Nutzungszeitraum buche ich mehr oder weniger eCar-Parameter.

Ein verlockender Gedanke. Damit könnte ich automatisch die Pferdestärken begrenzen, wenn meine Kinder mit meinem Auto unterwegs wären. Was meinen Sie? Wäre das Auto on Demand realistisch?


Bildnachweis: Dorling Kindersley RF | © Thinkstock

Über den Autor

Uwe Dumslaff
Uwe Dumslaff
Uwe Dumslaff ist Corporate Vice President und Chief Technology Officer für Capgemini Deutschland und Teil des Capgemini CTO Network Teams. Sein Fokus ist die Digitale Transformation.

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