IT-Trends-Blog

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IT im Jahr 2021: Unerkannt und überall

Kategorie: Trends am Horizont

Edgar Aschenbrenner wettet auf CIO.de, dass in zehn Jahren ohne IT im Job nichts mehr geht. Recht hat er, und ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen: In zehn Jahren wissen die Leute gar nicht mehr, wann sie es gerade mit IT zu tun haben. Die so genannten Digital Natives sind heute 30 Jahre alt und in zehn Jahren werden viele von ihnen Führungspositionen innehaben. Digital Natives sind mobil, immer online und global vernetzt. Für sie ist Technologie ein ganz normaler Bestandteil ihres Lebens und dementsprechend lösen sie Probleme in erster Linie mit IT: die Suche des nächsten Restaurants in einer fremden Stadt, die Klimasteuerung ihres Hauses aus der Ferne, die Entscheidung über die Erschließung eines neuen Marktes genauso wie die geodatenbasierte Suche nach dem Aufenthaltsort von Freunden und Bekannten.

Dementsprechend werden sie dafür sorgen, dass IT im Frontend noch einfacher zu bedienen, noch schöner, leichter und eleganter wird, dass man alle Informationen, die man zum Leben braucht, immer dabei haben kann und dass der Zugriff darauf so leicht wird, dass selbst ein Fünfjähriger damit umgehen kann.

Diesem Bedürfnis wird heute bereits immer mehr Rechnung getragen. Paradebeispiele für neue nutzerfreundliche Endgeräte sind natürlich Tablets, die so handlich und so leicht zu bedienen sind, dass sie bereits vielen eher Technologie-aversen Menschen den Zugang zur Informationswelt erschlossen haben. Ein weiteres Beispiel sind Systeme am Point of Sale, die über einen berührungsempfindlichen Monitor gesteuert werden. Oder Spielekonsolen, die mittlerweile Gesten und Bewegung verarbeiten können.

Stellen Sie sich vor, wie sich all das in zehn Jahren weiterentwickelt haben wird! IT wird sich so nahtlos in den Alltag integriert haben, dass Menschen – ausgenommen natürlich jene, die sich beruflich damit beschäftigen – gar nicht mehr bemerken, dass sie es gerade mit Technologie zu tun haben. Sie werden keinen Unterschied mehr zwischen einem mechanischen Schalter und einem Sensorfeld oder einem Sprachbefehl machen. Der Einkaufszettel wird wahrscheinlich zur Bedeutungslosigkeit verdammt, anstatt dessen erinnert der Personal Assistant beim Betreten eines Geschäftes daran, was man hier kaufen wollte. Geschichten von damals klingen dann vielleicht so: „Weißt du noch, als wir im Urlaub in Italien die Autoschlüssel verloren haben? Da mussten wir das Auto vom ADAC abschleppen und alle Schlösser austauschen lassen. Na ja, mechanische Autoschlüssel gibt es ja praktisch nicht mehr…“

Über den Autor

Peter Lempp
Peter Lempp
Dr. Peter Lempp ist Chief Operating Officer (COO) in Deutschland, insbesondere verantwortlich für die – auch globale - Delivery des Beratungs-, Projekt- und Servicegeschäfts bei Capgemini. Abgesehen von Business Transformationsprojekten interessiert ihn das Außergewöhnliche, insbesondere die Rolle, die der CIO im Unternehmen spielt, und die Zusammenarbeit von Business & IT. Gemeinsam mit Dr. Uwe Dumslaff gibt er die jährlich erscheinende Studie IT-Trends heraus. Peter Lempp ist promovierter Ingenieur, studierte Elektrotechnik und Computer Science an der Universität Stuttgart und der Northwestern University (USA).

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