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Wie social muss der CIO sein?

Kategorie: Trends des Monats

 

Die Nutzung von Social Software im Unternehmen umfasst weit mehr als nur die Einführung einer neuen Technologie. Dennoch sollte die IT nicht vernachlässigt werden. Worauf es dabei ankommt, können Sie hier nachlesen. Die IT-Verantwortlichen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei einem internen Social Software-Projekt. Aber da die meisten noch aus einer Generation kommen, die nicht mit dem Internet aufgewachsen ist und womöglich selbst über wenig eigne Erfahrung mit Social Media verfügt, fällt es ihnen häufig schwer, die neuen Werkzeuge einzuschätzen und ihren Mehrwert zu erkennen. Für erfolgreiche Social Software-Projekte im Unternehmen sind praktische Erkenntnisse aber unverzichtbar, da sich vieles aus theoretischer Sicht nur schwer beurteilen lässt. Wer hätte geglaubt, dass Wikipedia funktioniert?

Wer selbst noch wenig Erfahrung hat und sich mit der Offenheit im Social Web nicht wohlfühlt, sollte sich nach geeigneten Mitarbeitern umschauen, um sie frühzeitig in die Gestaltung einzubinden. Forrester nennt diese Mitarbeiter „HEROs”, was für „highly empowered and resourceful operatives“ steht. Sie bringen sich nicht nur in der Konzeptphase ein, sondern bilden später die erfolgskritische Masse an Power Usern und können ihre Kollegen bei der Nutzung unterstützen bzw. motivieren. Allzu oft wurde in der Vergangenheit viel Aufwand in die Entwicklung von Wissensmanagement-Plattformen gesteckt, ohne die Nutzer einzubinden, was dazu führte, dass die erhoffte Beteiligung ausblieb und die Plattform verwaiste.

Mit der Einbindung von HEROs hat man als CIO also viel gewonnen. Trotzdem wird es sich nicht vermeiden lassen, selbst „sozial“ zu kommunizieren, denn der CIO hat wie jede andere Führungskraft eine Vorbildfunktion. Er muss zwar nicht zwangsläufig zum Power User werden, aber es wirkt unglaubwürdig und kontraproduktiv, wenn von den Mitarbeitern gefordert wird, eine Plattform zur Zusammenarbeit bzw. zur Informationsverteilung zu nutzen, die Führung hingegen weiterhin ausschließlich per E-Mail kommuniziert. Darüber hinaus kann er seine CxO-Kollegen dabei unterstützen, sich den Zugang zur sozialen Plattform zu erschließen. Denn wie heißt es so schön: „You can't lead where you won't go.”

 

Also Hand aufs Herz: Wie „social“ sind Sie?

Über den Autor

Sebastian Schäfer
Sebastian Schäfer
Dr. Sebastian Schäfer ist seit mehreren Jahren den Trends von vernetzten Anwendungen für Kommunikation, Zusammenarbeit und Informationsverteilung auf der Spur. Dabei interessiert ihn besonders, welche Möglichkeiten sie für die interne Kommunikation bieten und wie sie die Unternehmenskultur beeinflussen. Bei Capgemini kümmert er sich um Yammer und berät Kunden zum Business Information Management.

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