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Die Gerätestrategie aus der Zukunft

Kategorie: Trends des Monats

Collection Mix: Subjects | © ThinkstockKennen Sie das? Sie arbeiten an einem Konzept, zum Beispiel an einer Strategie für mobile Apps. Natürlich soll sie zukunftsfähig sein und nicht nur die Smartphones und Tablets von heute, sondern auch die von morgen unterstützen. Aber wer weiß schon, wie die Gerätelandschaft in einigen Jahren aussieht? Was wäre, wenn es Apple in 5 Jahren nicht mehr gäbe? Nokia, Motorola und RIM haben gezeigt, dass auch Giganten fallen können. Wie soll man unter solchen Voraussetzungen für die Zukunft planen?

Vielleicht ist es gar nicht wegen der Umstände so schwer, sondern wegen der Art, wie wir an die Sache herangehen. Anstatt zu versuchen, die Unwägbarkeiten abzufedern, sollte man vielleicht lieber versuchen, mit den feststehenden Parametern zu planen. Sprich anstatt darüber nachzudenken, mit welcher Strategie man auch zukünftige Gerätetypen unterstützen kann, sollte man lieber der Frage nachgehen, wie man die Gerätevielfalt und die immer höhere Spezialisierung nutzen kann, um Techniker optimal auszustatten und zu vernetzen.

Oder anders ausgedrückt, wie kann man sich zunutze machen, dass:

  • Endgeräte immer günstiger werden
  • User sich daran gewöhnen, mehrere Geräte für verschiedene Zwecke in die Hand zu nehmen
  • Sensoren wie Kameras, GPS, Mikrofone, etc. immer effektiver eingesetzt werden können
  • Hersteller von zentralen Datenbanken und Geschäftssystemen es zunehmend leichter machen, über Programmierschnittstellen mobile Applikationen zu integrieren

Gerade sank der Einstiegspreis für ein gutes Tablet mit Mobilfunkanbindung auf 329 Euro, bis 2014 erwarten wir, dass der Gerätepreis unter 200 Euro sinkt. Dann wird es billiger, einmal im Jahr 1.000 Servicetechniker mit neuen Smartphones und einer neuen mobilen App auf der alten Schnittstelle auszustatten, als eine geräteübergreifende Plattform zu managen und die Auswahl- und Investitionskosten auf 5 Jahre abzuschreiben.

Damit haben wir einen feststehenden Parameter aus der Zukunft genutzt (den Preis), um ein Problem von heute zu lösen. Wenn man sich für diesen Weg entscheidet, muss man den Rest der Planung noch entsprechend anpassen und:

  • einen Gerätetyp aussuchen, dessen Funktionalitäten für die nächsten 3 Jahre ausreichen und ihn umfassend unterstützen;
  • die Integration in die Datenbanken und Geschäftssysteme so auslegen, dass der Austausch der Endgeräte-Apps in 2 Jahren leicht möglich ist.

Das bedeutet saubere Schnittstellen, perfekte Dokumentation und umfassende Testdefinitionen.



Bildnachweis: Collection Mix: Subjects | © Thinkstock

Über den Autor

Gerd Stangneth
Gerd Stangneth
Gerd Stangneth ist Experte für Innovationen. Seine persönliche Leidenschaft gilt Verständnis- und Entscheidungsprozessen, um zu ergründen, wie technologische und gesellschaftliche Entwicklungen ineinandergreifen, daraus neue Branchen entstehen und der Zeitgeist beeinflusst wird. Zurzeit interessiert ihn vor allem der Paradigmenwechsel, den die Dynamisierung von Organisationen, Applikationsplattformen und Endgeräten gerade einleitet. Gerd Stangneth leitet das Team Project Innovation bei Capgemini Consulting. Er unterstützt seine Kunden dabei Ihr Geschäft als Erste durch ganzheitliche Integration der neuen Technologien zu transformieren.

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