IT-Trends-Blog

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Wünsche werden wahr – oder auch nicht

Kategorie: Trends des Monats

In drei Tagen ist Weihnachten. Wer Glück hat bekommt etwas geschenkt, das er oder sie sich gewünscht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass es einem auch wirklich gefällt, steigt natürlich, je genauer man vorher angegeben hat, was man gerne hätte. Steht auf dem Wunschzettel „ein Smartphone“, kann es passieren, dass man anstatt des iPhones in Weiß ein Nexus One in Schwarz bekommt – eigentlich auch gut, aber eben nicht das, was man sich gewünscht hatte. Beim Outsourcing geht es vielen Unternehmen ähnlich, sie sind der Meinung nicht zu bekommen, was sie haben wollten. Woran liegt´s?

Ein CIO sagte einmal: „Sobald der Outsourcing-Vertrag unterschrieben ist, ist die Innovation zu Ende.“ Das trifft mit Sicherheit oft zu. Der Grund sind aber nicht unbedingt die Outsourcing Partner, die nichts von Innovation verstehen, sondern die Verträge, in denen nichts davon steht.

Am Anfang des Outsourcing-Projektes wird meistens viel über Innovation geredet, am Ende entscheiden oft die potenziellen Einsparungen darüber, wer den Auftrag bekommt. Bestellt wird „preiswert“, sprich der Dienstleister bekommt das Ziel gesetzt, die Anzahl und die Kosten pro Ticket um x zu reduzieren, um am Ende Summe z zu sparen. Genau das tut er dann auch und trotz strikter Einhaltung der Vorgaben ist der Kunde unzufrieden.

Was in seinen Augen fehlt sind neue Impulse und Ideen für weitere Optimierungen. Die kann man aber leicht in den Vertrag einbauen und das entsprechende Budget dafür einplanen. Wobei wir wieder beim Wunschzettel wären – man sollte sich also genau überlegen, was man drauf schreibt und wie viel Flexibilität, Kostenoptimierung oder Innovation man haben möchte. Man muss ja nicht unbedingt immer Schwarz oder Weiß bestellen, Silber ist vielleicht auch eine schöne Farbe? In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Fest, geruhsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Über den Autor

Alfred Aue
Alfred Aue
Dr. Alfred Aue beschäftigt sich mit dem Lebenszyklus von Anwendungen und wie man ihn optimal gestaltet. Dabei interessiert ihn vor allem, wie man nicht nur die Kosten senkt, sondern vor allem den geschäftlichen Mehrwert erhöht. Bei Capgemini ist Alfred Aue Head of Sales der Application Lifecycle Service in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Arbeit basiert auf langjähriger Erfahrung, unter anderem bei Siemens Nixdorf, debis Systemhaus und T-Systems.

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