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Software für die Ewigkeit

Kategorie: Trends des Monats

Lifesize, Mike Powell © ThinkstockAuch in diesem Jahr hält die Rezession in der Eurozone an. Spanien, Italien, Frankreich, Portugal und Griechenland bewegen sich im Rückwärtsgang. Und selbst Deutschland geht allmählich die Puste aus. Unternehmen, die vorwiegend in Europa verkaufen, müssen sich neue Absatzmärkte suchen. Eine Expansion nach Amerika oder Asien ist allerdings mit vielen Veränderungen verbunden, die sich in Prozessen und Anwendungen niederschlagen. All zu oft müssen Unternehmen feststellen, dass ihre Software zu alt ist, um die Erschließung neuer Märkte zu unterstützen. Denn je älter die Anwendungslandschaft, desto unflexibler wird sie. Deshalb sollte man sie permanent auf dem neusten Stand halten, das geschieht aber in den wenigsten Unternehmen. Meistens wird so lange gewartet, bis es ernst wird. Muss das sein?

Ohne triftigen Grund – wie zum Beispiel die Erschließung neuer Märkte – ist die Veränderungsbereitschaft im Unternehmen oft gering. Man könnte auch sagen, dass nur etwas passiert, wenn der Druck hoch ist. Das ist schlecht, denn mit einer veralteten Anwendungslandschaft ist es gar nicht möglich, das Unternehmen kurzfristig bei so einem Projekt zu unterstützen. Die Anpassung der Software dauert häufig ein oder zwei Jahre und bis dahin ist der Zug meistens abgefahren. Deshalb greifen viele CIOs zu einer Zwischenlösung und entwickeln eine komplett neue Anwendung für den neuen Markt. Da sie aber nicht optimal in die veralteten Kernsysteme integriert werden kann, entstehen hohe Folgekosten. Am Ende ist das meistens eine teure Angelegenheit, die die Investitionen für die Expansion weiter in die Höhe treibt.

Also – warum nicht gleich und beständig dafür sorgen, dass alles auf dem aktuellen Stand bleibt? Es gibt heute im Kontext des Lifecycle Managements wesentlich bessere Werkzeuge als noch vor fünf Jahren, um Anwendungslandschaften mit industriellen Methoden und damit relativ kostengünstig zu erneuern. Da sich die Welt heute schneller dreht, wird Software auch nicht mehr für die Ewigkeit entwickelt. Sondern für die Anforderungen von heute und vielleicht von morgen, aber was übermorgen ist, dass kann noch niemand absehen. Deshalb sollte sie vor allem modern und flexibel sein, damit man möglichst viele Optionen hat. Denn die braucht man in der IT unbedingt, wenn man in der globalisierten Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben will.

Über den Autor

Alfred Aue
Alfred Aue
Dr. Alfred Aue beschäftigt sich mit dem Lebenszyklus von Anwendungen und wie man ihn optimal gestaltet. Dabei interessiert ihn vor allem, wie man nicht nur die Kosten senkt, sondern vor allem den geschäftlichen Mehrwert erhöht. Bei Capgemini ist Alfred Aue Head of Sales der Application Lifecycle Service in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Arbeit basiert auf langjähriger Erfahrung, unter anderem bei Siemens Nixdorf, debis Systemhaus und T-Systems.

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