IT-Trends-Blog

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Die unsichtbare Basis für Geschäftserfolg – Invisible Infostructure

Kategorie: Trends am Horizont
iStock | © ThinkstockAuf der Hitliste der beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2013 standen Smartphones und Tablets an erster Stelle, so auch auf meinem Gabentisch. In sehr vielen deutschen Haushalten sind diese Geräte heute anzutreffen, häufig gleich mehrfach. Es ist auch keine Frage der Generationen, alle Altersgruppen sind fasziniert und begeistert, wie auch der BITKOM bereits Mitte letzten Jahres in einer Umfrage aufzeigte.
 
Sowohl im privaten Bereich als auch in der Geschäftswelt sind die mobilen Alleskönner im Alltag etabliert. Der Zugriff auf Application Stores, sei es für Apples iPad oder der PlayStore für die Android-Geräte oder auch der Store von Windows 8, ist heute für die Nutzer – ob geschäftlich oder privat – eine Selbstverständlichkeit.
 
Doch kaum einer der Konsumenten macht sich heute noch Gedanken darüber, wie die Informationen auf die Tablets gelangen, die so bequem mit der Fingerkuppe heran getippt und wieder weggewischt werden können. Wie sieht das Gerüst aus, das diese digitale Welt trägt? Wie geht es weiter? Was sind die Treiber für die nächsten Entwicklungsschritte?
 
Sehr beeindruckt haben mich die Gedanken, die sich der Chief Technology Officer von Capgemini Ron Tolido hierzu in seinem CTO Blog gemacht hat. Ron beleuchtet dabei technologische Entwicklungen – „Technovisions“ – die am Horizont absehbar sind. Er nennt es „Invisible Infostructure“, eine IT-Infrastruktur, die sich zu einer unsichtbaren, aber extrem informationsreichen Grundlage für Geschäft entwickelt.
 
Ron hat dazu fünf Themen herausgegriffen, die ich hier nur kurz ansprechen möchte und empfehle bei Interesse sehr, die Originalbeiträge dazu auf dem CTO Blog zu lesen, die entsprechenden Links finden sich immer hinter den einzelnen Punkten:
 
1) Virtual Lego
Je abstrakter IT und Infrastruktur werden durch Ebenen und Komponenten und durch die Cloud, desto mehr sieht die IT-Infrastruktur aus wie „virtuelles Lego“, das automatisch je nach Belieben (re)kombiniert werden kann und unsere geschäftlichen Abläufe noch agiler und dynamischer macht. Viele sagen voraus, dass bald die gesamte IT-Landschaft virtualisiert, aggregiert und intelligent verwaltet werden könnte…
 
2) What Would Amazon Do?
Globale Public Cloud Anbieter wie Amazon Web Services profitieren von ihrem Potenzial, immer weiter wachsende Angebote fortschrittlicher Cloud IT-Dienste offerieren zu können. Sie setzen Benchmarks, was Effektivität, Flexibilität, Skalierbarkeit und Speed-to-Market angeht. Wir sagen nicht, dass der interne IT-Marktplatz Ihrer Organisation so gut sein muss wie der von Amazon oder einem der vergleichbaren Anbieter - bis jetzt!
Was als „normal“ gilt, ist im Wandel und wir sollten alle ein Auge darauf haben und uns in unserem Rechenzentrum stets fragen: „Was würde Amazon tun?....“
 
3) Bon Risk Appétit
Stellen Sie sich vor, Sie sind der CEO eines innovativen Elektronik-Unternehmens auf dem Weg zu einem Geschäftstermin in Australien. Unglücklicherweise stürzt Ihr Flug ab – Sie überleben, aber sind irgendwo im Nirgendwo. Sie schaffen es, ein SOS-Signal von ihrem Smartphone abzusenden, zusammen mit Ihren GPS-Koordination. Ein Rettungsflieger wirft kurz daraufhin Wasser und Lebensmittel ab – leider auf der anderen Seite eines Flusses voller Krokodile. Und nun?....
 
4) Let’s Get Physical
Wir assoziieren Technologie häufig mit einer virtuellen Welt, doch die physische, „reale“ Welt wird zunehmend ein Teil von ihr. Mehr und mehr greifbare Objekte verfügen nun über „Sinne“ und können Daten speichern und an ein Netzwerk angeschlossen werden – die Grenzen beider Welten verwischen. Wearbale Technology in verschiedenen Formen auf, in (intelligente Tattoos) oder sogar unter unserer Haut („Swallowables“) geben „always-on“ eine ganz neue Bedeutung…..
 
5) Orchestrate for Simple
Wer schneller mit innovativen Produkten und Diensten auf den Markt kann als der Wettbewerb gewinnt in diesem Markt. Gleichzeitig müssen die Dienste robust, sicher und compliant sein.
Cloud ist dafür da, unser Geschäftsleben zu vereinfachen, nicht zu komplizieren. Doch viele Unternehmen sehen zwar die offensichtlichen Vorteile der Cloud, sind aber voll damit beschäftigt, die Komplexität zu managen, die mit ihr kommt. Machen Sie Ihre Organisation frei, Cloud so zu nutzen, dass es nach ihren eigenen Bedingungen abläuft. Es gibt keine Notwendigkeit, das Rad neu zu erfinden …
 
 
Auf der CES, der weltweit größten Messe für IT Innovationen, die vom 7. bis 10. Januar 2014 in Las Vegas stattfand, gab es viele Neuheiten zu bestaunen. Die Hersteller übertrumpfen sich mit jeder Menge intelligenter Technik. Unter anderem haben GM, Audi, Honda und Hyundai eine Allianz bekannt gegeben, die zum Ziel hat, das Betriebssystem Android ins Auto zu integrieren.
 
Wir können uns sicher sein, dass die von Ron Tolido beschriebene „Invisible Infostructure“ sich, getrieben von solchen Entwicklungen, mit Riesenschritten entwickeln wird. Das im privaten Umfeld und im Konsumentenbereich vorhandene Innovationstempo setzt die IT in den Unternehmen und in den Geschäftsprozessen unter Druck und Zugzwang. Die Grenzen des Vorstellbaren sind bei der IT Infostructure noch lange nicht erreicht. Unternehmens- und IT-Verantwortliche sind gut beraten, sich frühzeitig mit diesen Trends und Entwicklungen auseinander zu setzen. Seien auch Sie mit dabei!
 
 
 
Bildnachweis: iStock | © Thinkstock

Über den Autor

Norbert Jachmann
Norbert Jachmann
Als Spezialist für Lieferkonzepte von IT-Infrastruktur-Leistungen beschäftigt sich Norbert Jachmann viel mit den Anforderungen, die die Einbindung von Dienstleistern mit global verteilten Lieferkapazitäten und Multisourcing-Strategien an IT-Mitarbeiter im Unternehmen stellen. Daneben verfolgt er die aktuellen Entwicklungen im Cloud Computing und zum Thema „Bring your own device”. Ursprünglich studierte Norbert Jachmann konstruktiven Ingenieurbau und arbeitete zwei Jahrzehnte bei Hochtief. Dort entdeckte er sein Faible für Informationstechnologie und entwickelte und vertrieb CAD-Software. Heute verantwortet Norbert Jachmann bei den Capgemini Infrastructure Services das Demand Management für Zentral-Europa.

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