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TechnoVision – „You Experience“, das Nutzererlebnis entscheidet

Kategorie: Trends am Horizont
iStock | © ThinkstockSmartphones und Tablets sind fest im Geschäftsalltag etabliert. Das bestätigt auch eine aktuelle Studie der Analysten von PAC. In den Bereichen Mobile Device Management, Mobile Application Management und Mobile Content Management (zusammengefasst unter dem Begriff Enterprise Mobility Management) sehen rund die Hälfte der deutschen Unternehmen in den nächsten Monaten dringenden Handlungsbedarf. Auch mobile Datensicherheit und die Trennung privater und geschäftlicher Daten haben laut PAC eine Top-Priorität in den befragten Unternehmen.

Passend zu dieser Marktbeobachtung beschreibt unser CTO Ron Tolido in seinem CTO Blog den Trend „You Experience - Bring Your Office Device“ in seiner Kolumne über die TechnoVision – eine Reihe zur Beschreibung und Einordnung von IT-Trends. Ron beschreibt den stark gestiegenen Bedarf nach skalier- und bezahlbaren Mobile Device Management Lösungen. Die Herausforderung besteht dabei im „Spagat“ zwischen Sicherheitsanforderung des Unternehmens auf der einen und dem Wunsch nach dynamischer und aufregender „User Experience“ für den Mitarbeiter. Statt „Bring Your Own Device“, was vielen IT-Abteilungen aufgrund der Heterogenität der zu unterstützenden Plattformen und Geräte Sorgen bereitet, schlägt Ron vor, dass die Unternehmen selber Geräte an die Mitarbeiter ausgeben, die diese sowohl bei der Arbeit, als auch privat – mit privaten Anwendungen - nutzen können. Dabei muss bei allem Komfort natürlich die Sicherheit der Unternehmensdaten gewährt sein.

Neben dem beschriebenen Trend hat Ron noch weitere interessante Entwicklungen im Bereich „You Experience“ ausgemacht: Object Of Desire: Apps sind mittlerweile eher Lifestyle-Artikel als „Problemlösungswerkzeuge“. Benutzer stellen hohe ästhetische Ansprüche an eine App, der Formfaktor schlägt im Zweifelsfall die funktionale Mächtigkeit. Dies bedeutet für die IT, dass ansprechendes Design zum geschäftskritischen Faktor werden kann, wenn eine App z. B. zum Vertrieb von Produkten oder zur Kundenbindung und -gewinnung genutzt werden soll. Althergebrachte Anwendungsentwicklungsprozesse werden diesen neuen Anforderungen nicht mehr gerecht, deshalb schlägt Ron ein agiles, design-getriebenes Vorgehen vor, um aus einer App ein „Object of Desire“ zu machen.

Zen Of The Task: Ron beobachtet bei manchen Apps den Effekt, dass sie aus einer „Mobilifizierung“ einer bestehenden Webanwendung entstanden sind. Dies manifestiert sich unter anderem in einer starken Prozessorientierung solcher Apps. Erfolgreiche mobile Anwendungen sind jedoch in erster Linie aufgabenorientiert und erlauben somit dem Nutzer, spezielle Aufgaben effizient zu lösen, anstatt einen generischen Prozess mit möglichst vielen Variationsmöglichkeiten zu implementieren. In solchen Fällen besteht die Gefahr, den Nutzer zu frustrieren. Produktivität und schnelle Ergebnisse werden laut Ron mit einfachen, aufgabenorientierten Apps erreicht.

Sweat The Assets: Smartphones bieten eine Vielzahl von Sensoren und Aktuatoren. Diese lassen sich laut Ron nutzen, um seinem Kunden neue Einkaufserlebnisse zu verschaffen, indem neue Dienste und Kanäle basierend auf diesen „Device Assets“ bereitgestellt werden: Mit QR Codes, Store Locators, Push Notifications oder Geo Location können Kunden personalisiert und lokationsoptimiert angesprochen werden, um so durch die Verbesserung des Kundendialogs beispielsweise Kaufentscheidungen positiv zu unterstützen und das Markenerlebnis in der vernetzten Welt zu verbessern.

End User, End Producer: Viele neue mobile Geschäftsmodelle basieren gerade auf der erfolgreichen Kombination oder Zusammenarbeit verschiedener Organisationen oder Branchen. Unternehmen stellen somit zunehmend ihre Services und APIs auf einer Plattform bereit, damit diese durch kreative Entwickler inner- aber auch außerhalb der Firma in innovativen Apps genutzt und kombiniert werden können. Ein angenehmer Effekt dieser Plattform ist ein einheitlicher, sicherer Zugriff aus der mobilen Welt (sei es über Apps oder das Internet der Dinge) auf Unternehmensdaten und -dienste. Eigene Mitarbeiter, Geschäftspartner, Endkunden und kreative App-Entwickler profitieren von der API-Bereitstellung. Als prominentes Beispiel nennt Ron den holländischen Onlinehändler bol.com, der seine API öffentlich zur Verfügung stellt und somit wertvolle Inhalte für App-Entwickler bereitstellt.

Mobile Technologien ermöglichen ein neues, hoch-individualisiertes Benutzererlebnis auf allen Kanälen. Die Bausteine aus dem „You Experience“ Cluster der TechnoVision 2014 bieten wertvolle Hilfestellungen auf dem Weg dorthin.

Welches mobile Erlebnis bieten Sie Ihren Kunden und Mitarbeitern? Wo sehen Sie die größten Chancen und Hürden? Ich freue mich über einen Erfahrungsaustausch mit Ihnen!



Bildnachweis: iStock | © Thinkstock

Über den Autor

Robert Geisler
Robert Geisler
Robert Geisler ist Enterprise Architect und interessiert sich vor allem für das Neuste aus der Automobilindustrie und die Trends bei mobilen Anwendungen. Als Geschäftsbereichsmanager Business Technology nutzt er die aktuellen Erkenntnisse, um vorhandene Prozesse und Systeme zu verbessern. Im Moment konzentriert er sich darauf, Unternehmen auf der Reise in die mobile Welt zu begleiten.

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