IT-Trends-Blog

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Zu wissen, was die Firma weiß …

Kategorie: Trends am Horizont
Wavebreak Media |© ThinkstockZu wissen, was die Firma weiß und daraus die richtigen Schlüsse ziehen ist seit jeher ein wesentlicher Eckpfeiler von Geschäftserfolg. Die IT leistet hier einen wesentlichen Beitrag, indem sie es erst ermöglicht, vorhandene Daten geeignet zu Wissen aufzubereiten, zu interpretieren und damit auch Vorhersagen für fundierte Entscheidungsfindungen zu ermöglichen. Damit unterstützt die IT viele wichtige strategische, taktische und operative Treiber des Geschäfts. Wir gewinnen dieses Wissen aus Daten, von denen uns mit jedem Tag eine größere Menge - sowohl organisationsintern als auch - extern zur Verfügung stehen.
 
Getrieben durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten (unter anderem auch aufgrund des Internets der Dinge und Machine-to-Machine-Communication) verdoppelt sich das weltweite Datenvolumen gemäß Wikipedia alle zwei Jahre. Auch Sie müssen sich mit dem zunehmenden Datenvolumen Ihres Unternehmens auseinandersetzen und sei es nur, um festzulegen, welche Sie erfassen und aufheben wollen. Richtig genutzt kann Ihnen die Nutzung der vielfältigen und vielfachen Daten, d.h. der Einsatz von Big Data, dabei helfen, Ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und zum Geschäftserfolg Ihres Unternehmens beizutragen. Thriving on Data nennen wir das und es ist für uns ein wichtiger Baustein bei einem ganzheitlichen Blick auf die IT. In unserem CTO-Blog vertiefen wir dieses Thema über fünf Beiträge und zeigen die Bedeutung der Daten und ihrer Nutzung für die IT der Zukunft auf:

  • My Data Is Bigger Than Yours: Betrachten Sie Big Data nicht als die nächste Herausforderung, die zu lösen ist, sondern suchen Sie gezielt nach dem Nutzen, den sie Ihrem Unternehmen bieten können. Dabei können Sie sich all der neuen Technologien bedienen, die Big Data überhaupt erst zum Erfolg machen, wie Hadoop, In-Memory, Event Processing und Cloud. Mit dem Einsatz dieser vier Technologien sind Sie in der Lage, Daten so schnell wie nötig, pünktlich und kostenoptimiert zu bearbeiten

  • Intelligence Inside: Big Data beschreibt in unserem Verständnis nicht nur das Volumen der Datenmenge von innerhalb und außerhalb der eigenen Organisation, sondern auch die Fähigkeit, diese Datenmenge zu analysieren und mit ihr in Echtzeit umzugehen. Denn häufig nimmt der potenzielle Nutzen, den man aus den Daten ableiten kann, mit jeder Minute ab. Um dabei wirklich erfolgreich zu sein, muss die Analyse der Daten nicht in Richtung Vergangenheit, sondern vielmehr als Projektion in die Zukunft aufgesetzt werden.. Dabei ist es an der Zeit, Daten außerhalb Ihrer Organisation in Ihre Analyse einzubeziehen und mit Ihren eigenen zu verknüpfen.
 
  • Real Real Time: Technologien wie In-Memory-Computing, kombiniert mit Event Processing, versetzen uns heute in die Lage, einfacher, schneller und kostengünstiger Echtzeitauswertungen zu liefern, als es bisher möglich ist. Die aktuelle Verkaufsstatistik eines Produktes via Batch-Verarbeitung über Nacht ist nicht mehr das Maß aller Dinge. Die Auswirkung dieser Echtzeitanalysen betrifft das ganze Unternehmen: Sie ermöglicht z. B. neue Preismodelle, die Optimierung von Lieferketten, die Minimierung von Verlusten durch Sonderangebote, deren Absatz ortsabhängig variiert und vieles mehr. Erst durch Echtzeitanalyse werden große Netze mit vielen Datenlieferanten wirklich effizient steuerbar.
 
  • The Art Of Data: Eines der Kernprobleme bei Daten liegt darin, sie zu verstehen und zu nutzen. Insbesondere wenn Sie allen Mitarbeitern Ihres Unternehmens kontrolliert Zugriff auf die Daten erlauben, ist es wichtig, dass Ihre Kollegen sie richtig interpretieren. Visualisieren Sie daher Ihre Daten, beispielsweise mit Infografiken, um das Komplexe verständlich und lesbar zu machen. Nutzen Sie intelligente, nicht-lineare Präsentationsmechanismen und wählen Sie gezielt sinnvolle Metriken, die sicherstellen, dass Ihre Berichte und Visualisierungen den gewünschten Erfolg mit sich bringen.
 
  • Data Apart Together: Um digital erfolgreich zu sein, müssen Informationen über Organisationseinheiten hinweg konsistent zu nutzen sein. Gerade diese Konsistenz ist ein Indikator für die digitale Reife eines Unternehmens. Ein gut umgesetztes Master Data Management (nicht zwingend über Werkzeuge) hilft Ihrem Unternehmen die Kontrolle über ein mehr und mehr verteiltes, lose gekoppeltes Netzwerk zu behalten. Wichtig ist  eine intelligente Business Governance, die eine einheitliche Sicht für die Zusammenarbeit in Ihrem Unternehmen ermöglicht.
 
Unabhängig davon, ob Sie sich den Herausforderungen der Auswertung großer Datenmengen in und außerhalb der eigenen Organisation bereits stellen oder nicht: Die Daten sind da und vermehren sich täglich. Andere Unternehmen sind bereits einen oder mehrere Schritte gegangen, beziehen einen Teil der Unternehmensintelligenz aus ihnen und entwickeln ihr Geschäftsmodell auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse. Schauen Sie nicht weg und verlieren Sie nicht den Anschluss. Der Erkenntnisgewinn lohnt den Aufwand.
 
 
 

Bildnachweis: Wavebreak Media |© Thinkstock

Über den Autor

Marion Kremer
Marion Kremer
Dr. Marion Kremer interessiert sich vor allem für Trends in den Bereichen Software-Engineering und Architektur, die immer mehr von der Interaktion zwischen Individuen geprägt werden. Sie ist stets auf der Suche nach neuen Methoden und Werkzeugen, die zum einen einen hohen geschäftlichen Nutzen bringen und zum anderen die Zusammenarbeit zwischen IT- und Fachseite fördern. Bei Capgemini leitet Marion Kremer die interne Forschungs- und Entwicklungsabteilung für die Bereiche Software-Engineering und Architektur in Deutschland. Ihre Arbeit basiert auf langjähriger Erfahrung in verschiedenen Branchen.

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