IT-Trends-Blog

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5 Methoden, um Anwendungen in die Cloud zu bringen

Kategorie: Trends des Monats
iStock | © ThinkstockUnternehmen wie Amazon, Facebook, Google, salesforce.com und Twitter haben einiges gemeinsam: Zum einen gelten sie als sehr innovativ, zum anderen haben sie ihre Lösungen in der Cloud basierend auf verteiltem Computing, Virtualisierung und Big Data-Technologien aufgesetzt. Außerdem gehören sie bereits zu den Fortune-500-Unternehmen, obwohl es sie teilweise erst seit 10 Jahren gibt. Viele Unternehmen versuchen die IT-Landschaft und damit die Flexibilität von Amazon, Facebook, Google, salesforce.com und Twitter zu replizieren und ihre Anwendungen ebenfalls in die Cloud zu bringen. Darunter zunehmend auch Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie die IT-Trends-Studie 2014 zeigt. Dazu müssen Applikationen , sowohl Standard- als auch Individualanwendungen migriert werden, mit dem Ziel mehr Ressourcen für das Internet der Dinge, Machine-to-Machine-Communication und Mobile Computing zu generieren. Um einen Prozess in die Cloud zu bringen, muss aber nicht immer alles neu geschrieben werden. Die folgende Übersicht zeigt, dass es bei vielen Anwendungen auch anders geht.
 
Generell stehen fünf Migrationsmethoden zur Verfügung:
  1. Webfähig machen: Die einfachste Lösung ist, entweder spezielle Pakete von Softwareanbietern oder native Funktionalitäten zu nutzen, um Applikationen die Kommunikation mit dem Internet und anderen Cloud-Lösungen zu ermöglichen. Bei dieser Methode bleiben die Datenbank, die Funktionalitäten und die Schnittstellen unverändert. Der Nachteil ist, dass man nicht alle Anwendungen webfähig machen kann.
     
  2. Datenbankmigration: Dabei handelt es sich um den am häufigsten eingeschlagenen Weg, weil lediglich die Daten von einer lokalen auf eine skalierbare und kostengünstige Umgebung migriert werden. Die Anwendung selbst bleibt unverändert, Funktionalitäten, Geschäftsregeln und selbst die Sprache, in der sie geschrieben wurde, dieselbe. Dieser Ansatz schützt Investitionen und sorgt für den kontinuierlichen Geschäftsbetrieb.
     
  3. Task-Lift: Der Task-Lift eignet sich für einfache, unkritische Abläufe, die online-fähig gemacht werden. Ein Beispiel ist ein Reisekostenbeleg, der nicht mehr in Excel sondern online eingegeben wird. Die entsprechende Datenbank und die Web-Schnittstelle sind neu, aber die Funktionalität ändert sich nicht. Durch die Migration in die Cloud wird der Prozess skalierbar und standardisiert. Außerdem können mehrere Mitarbeiter die Daten gelichzeitig einsehen.
     
  4. Umschreiben: Legacy-Anwendungen müssen in der Regel umgeschrieben werden, um sie cloudfähig zu machen. Das ist häufig aber auch eine Change, denn neben den Vorteilen, die durch die Datenbank-Migration entstehen, können benutzerfreundlichere Oberflächen die Akzeptanz und Produktivität der Mitarbeiter erhöhen.
     
  5. Umgestalten: Diese Form des Replatformings in Richtung Cloud ist vordergründig die teuerste. Vor der Externalisierung der Funktionalität, das heißt der Nutzbarmachung durch unternehmensfremde Personen, müssen die Sicherheitsmechanismen überdacht und gegebenenfalls die Inhalte angepasst werden. Das kostet aber nicht nur Geld, sondern bringt auch Vorteile. Neben dem günstigeren Betrieb können damit auch Teile von Prozessen auf Kunden oder Partner verlagert werden, Selbstbedienungsfunktionen eingerichtet und das Einkaufs- und Serviceerlebnis verbessert werden.
 
  Datenbank Funktionalität Schnittstelle
Webfähig machen Alt Alt Alt
Datenbankmigration Neu Alt Alt
Task-Lift Neu Alt Neu
Umschreiben Neu Alt Neu
Umgestalten Neu Neu Neu

Methoden für die Migration in die Cloud

Haben Sie bereits Anwendungen in die Cloud gebracht und wenn ja welche? Welche Methode haben Sie für die einzelnen Prozesse genutzt und welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
 
 
 
Bildnachweis: iStock | © Thinkstock

Über den Autor

Michael Capone

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