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Die Wolke ist schuld: Neue CIOs braucht das Land!

Kategorie: Trends des Monats
iStock | © ThinkstockDer CIO war früher eher Dienstleister als Innovationstreiber. Die Cloud hat das verändert. CIOs müssen ihre Rolle weiterentwickeln. Ein Gastbeitrag von Angelique Werner, Customer Success Director bei unserem Partner salesforce.com

„Digital ist keine Option, es ist die neue Realität“, erklärte Dave Aron, Vice President und Fellow bei Gartner im November in Barcelona bei der Konferenz des Analystenhauses. Er bringt auf den Punkt, was wir alle heute erleben. Es ist müßig darüber zu diskutieren, wie die Vernetzung unseren Alltag verändert. Es ist bereits passiert, wir stecken mittendrin. Es ist ein Prozess, der stetig voranschreitet. Ein Prozess, mit dem wir Schritt halten müssen, wenn wir uns als Unternehmen behaupten wollen. Das bedeutet, dass sich auch die Rollen aller Beteiligten ändern.

Nehmen wir zum Beispiel den CIO. In Unternehmen war er früher eher Dienstleister als Innovationstreiber. Er war der Kopf hinter den Maschinen. Doch die Cloud hat das verändert. Während der herkömmliche IT-Markt laut Gartner in Zukunft nur noch jährliche Wachstumsraten von drei Prozent erzielt, werden es im Internet der Dinge 30 Prozent sein. Unternehmen sind nicht mehr an bestimmte Plattformen und Systeme gebunden. Alles ist aus der Cloud erreichbar, Technik wird einfacher, jeder kann sich nun damit auseinandersetzen. Für die CIOs heißt das, dass ihnen aus den Reihen der Fachanwender Konkurrenz erwächst. Speziell im Bereich Marketing entwickelt sich jeder Business-Manager mehr oder weniger zu einem IT-Experten, ließ zum Beispiel Peter Sondergaard, Vice President und Global Head of Research bei Gartner, in Barcelona verlauten.

Keine Krise, eine Chance
Das klingt nach einer Krise der IT-Führung, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Es ist eine Chance. Durch die Cloud gewinnen Unternehmen in erster Linie. Neue Geschäftsprozesse können schneller entworfen und getestet werden. Die Vorlaufzeiten und die damit verbundenen Kosten reduzieren sich. Ihren vollen Wertbeitrag kann die Cloud jedoch erst als ganzheitliche Strategie der Unternehmens-IT entfalten. Das setzt nicht nur eine erfolgreiche Nutzung der Software voraus, sondern auch einen „Cultural Shift“.
Die CIOs müssen die Initiatoren dieses Umdenkens und des Wechsels sein. Gegen ihre IT-affine Konkurrenz im eigenen Unternehmen können sie nur punkten, wenn sie ihre ursprüngliche Kompetenz mit neuem Denken kombinieren. Es ist unablässlich, dass sie ihre alte „Gatekeeper“-Funktion hinter sich lassen und neue Wege aufzeigen, zu einem „Enabler“ werden. CIOs müssen ihre Rolle weiterentwickeln. Aus dem ehemaligen Dienstleister wird ein Businesspartner und ein Innovationen-Vorantreiber.

Change im Selbstverständnis
Dieser „Cultural Shift“ beginnt in den Köpfen. CIOs müssen die Möglichkeiten der Cloud genauestens kennen, um zu verstehen, wie sie das Business verändern können, wie sie Prozesse digitalisieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Diese neuen Generalisten verbinden das Wissen um Möglichkeiten und Grenzen der IT-Strukturen mit dem Gespür für Innovationen, die sich in Business-Modelle umsetzen lassen. Sie müssen die Digitalisierungswelle reiten, anstatt sie als Bedrohung zu sehen. Oder wie es Dave Aron von Gartner sagt: „Seien Sie derjenige, der die digitale Geschichte erzählt.“
 
 


Bildnachweis: iStock | © Thinkstock

Über den Autor

Angélique Werner (Gastautorin)
Angélique Werner (Gastautorin)
Angélique Werner findet es immer wieder spannend, den Erfolg ihrer Kunden aktiv mitzugestalten und sie in ihren Change-Prozessen zu unterstützen. Als Customer Success Director bei salesforce.com betreut sie Großunternehmen auf ihrem Weg zum vernetzten Unternehmen. Oft bedeutet das auch eine Transformation bei Kunden, Mitarbeitern, Partnern, Services und Produkten. Veränderung ist keine Krise, sondern vielmehr eine Chance, findet Angélique Werner, die selbst gerne digitale Geschichten schreibt, zum Beispiel in ihrem Buch „Communication2Win“.

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