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Warum Sie sich jetzt mit Augmented Reality beschäftigen sollten

Kategorie: Trend-Wende
iStock | © ThinkstockIKEA tut es, Audi tut es, Opel, Mercedes, Airbus und McDonalds auch – und möglicherweise ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis bei Ihnen jemand an die Tür klopft und fragt: Und wann machen wir das? Die Rede ist von Augmented Reality- (AR-) Anwendungen. Es gibt sie zwar schon länger, aber wegen der leistungsstarken mobilen Endgeräte werden sie jetzt auch für die breite Anwendung interessant. Die Entwicklung einer eigenen Applikation wie beispielsweise einer interaktiven Gebrauchsanleitung ist übrigens gar nicht so aufwendig, wie Sie später sehen werden.
 
Der Begriff Augmented Reality steht für das Verschmelzen von realer und virtueller Welt: Die reale Welt wird mit Informationen angereichert, die dem Anwender über ein Display präsentiert werden. Dabei überlagern die hinzugefügten Informationen das Abbild der realen Welt. Anschauen kann man sich das Ganze beispielsweise auf dem Handybildschirm oder in einer Datenbrille, deren Kameras in den meisten Fällen auch als Quelle für die Ausgangsinformationen dienen. Mit solchen so genannten Augmented Reality-Anwendungen kann man beispielsweise die Orientierung vereinfachen, kontextorientiert Hinweise geben oder Wissen vermitteln.
 
Eingesetzt wird AR beispielsweise in der Automobilindustrie: Für Endkunden gibt es digitale Benutzeranleitungen, die Teile eines Autos und ihre Bedienung erklären. Mechanikern wird die Reparatur erleichtert, indem nach dem Erfassen bestimmter Fahrzeugkomponenten Reperaturanleitungen aufgerufen oder Ersatzteilinformationen angezeigt werden. Darüber hinaus nutzen Designer AR, um die Entwicklung von Automobilen und Flugzeugen zu beschleunigen. In der Logistik könnte sie in Zukunft die Auswahl der richtigen Pakete erleichtern und die optimierte Route  durch die Halle weisen. Ärzte könnten mit AR sicherer operieren und Mitarbeiter effektiver geschult werden. IKEA bietet seinen Kunden heute schon eine App, mit der sie ausprobieren können, wie dieses oder jenes Sofa in ihrem Wohnzimmer aussehen würde.
 
AR ist also längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern schon im Alltag angekommen. Da es aber noch nicht allzu viele Unternehmen einsetzen, kann man jetzt noch große Wettbewerbsvorteile damit erzielen. Für die Umsetzung benötigt man an erster Stelle natürlich ein gutes Einsatzszenario und muss sich für eine Tracking-Technologie entscheiden. Sie hängt vom Zweck der Anwendung und von der Leistungsfähigkeit der Endgeräte ab. Die können Sie selbst bestimmen, wenn Sie eine AR-Anwendung für den internen Gebrauch entwickeln, während Sie bei einer Lösung für den Endkunden auf die Fähigkeiten der gängigen Smartphones und Tablets Rücksicht nehmen müssen. Dann brauchen Sie noch die entsprechende Entwicklungsumgebung, das ist aber auch kein Problem, da es bereits mehrere Frameworks am Markt gibt.
 
Konkret könnte die Entwicklung einer interaktiven Bedienungsanleitung für einen Kaffeeautomaten so aussehen: Mit entsprechender Hard- und Software (ein Beispiel hier) wird in einem Pilotprojekt geprüft, wie gut einzelne Punkte des Automaten unter bestimmten Lichtverhältnissen erfasst werden können. Dieser so genannte  Mapping-Test findet unter verschiedenen Lichteinflüssen, Einfallswinkeln und Helligkeiten statt. Schafft es die Pilot-Lösung Objekt und Umgebung unter vielen Bedingungen korrekt zu erfassen, sind die weiteren Schritte nahezu Routine: Sie definieren die zu beschreibenden Punkte im 3D Raum und ergänzen die dazugehörigen Daten. Diese Informationen werden später dann entweder vom Gerät selbst bereitgestellt oder stammen online aus dem Backend.
Mit der fertigen Lösung können Sie Ihren Kunden dann den Umgang mit Ihren Produkten erleichtern und im Wortsinn eine neue Ebene der Interaktion hinzufügen. Nutzer profitieren von einer intuitiven Benutzeroberfläche, die die benötigen Informationen dort anzeigt, wo sie gebraucht werden.  
 


Bildnachweis: iStock | © Thinkstock

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Johannes Eiseler

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