IT-Trends-Blog

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Warum BYOD erst der Anfang ist

Kategorie: Trends am Horizont
© Thinkstock „Bring your own Device“ (BYOD) gehört für viele von Euch mittlerweile zum Geschäftsalltag. Nicht, dass alle dieses Prinzip bereits in all seinen Möglichkeiten ausschöpfen: Die meisten Unternehmen geben ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, einige der firmeneigenen Anwendungen auch auf eigenen Devices zu installieren und zu nutzen, liefern aber auch immer noch die „von oben“ gewünschte Hardware aus.

Da sich immer mehr Devices außerhalb der Mauern (und auch der Firewalls) der Organisation bewegen, wird Sicherheit zu einem Problem. Was passiert mit den Daten auf dem privaten Device, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt? Wie können Sie für die Sicherheit der Daten auf privaten Geräten sorgen, wenn es schon scheitert, ein Antiviren-Programm auf die Devices aufzuspielen? Das ist die große Frage, die mit der BYOD-Bewegung einhergeht.

Dieses Problem könnte für CIOs  jedoch ein vergleichsweise kleines sein im Verhältnis zum gerade aufkommenden Thema „Bring your own Application“ (BYOA). Dieser Trend kommt von Mitarbeitern mit einer hohen Produktivitätsrate, die sich nicht durch die begrenzten Möglichkeiten von Firmen-Software einschränken lassen wollen und durch externe Applikationen ihre Produktivität erhöhen möchten.

Woher kommt BYOA?
Cloudbasierte Lösungen mit spezifischen Aufgaben (z.B. PipeDrive, Evernote, etc.), die durch eine hervorragende User Experience bestechen (sowohl Web basiert als auch als native mobile App) ermöglichen es, modernste Anwendungen für eine geringe Abo-Gebühren zu nutzen. Das senkt die Hürden für eine private Nutzung.

Der mittlerweile einfache Zugang zu offenen Anwendungsprogrammschnittstellen (API) hat BYOA Aufwind gegeben. Spezialisierte Plattformen sind bereits auf diesen Trend aufgesprungen und bieten Standard-API-Verbindungen zwischen einigen der beliebtesten produktivitätssteigernden cloudbasierten Lösungen (z.B. Zapier, Azuqua etc.). Dies ermöglicht es dem - an seiner eigenen Produktivität interessierten - Nutzer, seine eigenen Workflows zu erstellen und so seinen eigenen Arbeitsalltag zu optimieren.

„Ein Hurra für die Produktivität“, könnte man sagen. Doch nun bewegt sich die Schatten IT aus der Liga von Excel hin zu hoch spezialisierte Anwendungen. Da alles in der Cloud stattfindet, hat die  IT-Abteilung keine Einblicke in die Vernetzungen der Apps untereinander und keine Informationen über die Sicherheit.

Das wirft Fragen auf, über die Unternehmen und ihre CIOs heute nachdenken müssen.
• Wie können Unternehmen das Beispiel von Apps mit einem Single Task Focus und hoher Benutzerfreundlichkeit wirksam nutzen, um ihre eigenen Anwendungslandschaft zu optimieren?
• Wie können Unternehmen eine Anwendungsarchitektur entwickeln, in welcher eine Auswahl dieser cloudbasierten Anwendungen eingebettet werden kann?
• Wie können Unternehmen klare Governance und Richtlinien festgelegen, so dass sie im Bereich der Sicherheit keine Abstriche machen müssen?

Kurz gesagt: Obwohl wir die Sicherheitsfragen von BYOD angehen müssen, sollten wir gleichzeitig auf die Vorteile von BYOA schauen. Dieser neue Trend ist nicht nur eine potenzielle Bedrohung, sondern auch ein potentieller Produktivitätsschub für Ihre Mitarbeiter und Ihr Unternehmen.

Was denken Sie über BYOA? 


Das englische Original dieses Artikels finden Sie im Blog Capping IT off. 
 
 

Über den Autor

Frank Wammes

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