IT-Trends-Blog

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Totgeglaubte leben länger: Wie sich HP selbst entstaubt

Kategorie: Trends am Horizont
© ThinkstockZum Jahresanfang gehört traditionell der Blick in die Glaskugel. Welche Trends erwartet die IT-Welt in den kommenden Monaten und auf welche umwälzenden Entwicklungen muss sich der CIO einstellen? Die HP Discover in Barcelona, an der ich mit etwa 90 Kolleginnen und Kollegen teilgenommen habe, hat mir deutlich vor Augen geführt, mit welchen Entwicklungen ein Anbieter allein in der nächsten Zeit den Markt revolutionieren könnte. Drei davon sind meine besonderen Highlights.
 
1. 3D-Drucker
Im Bereich des 3D-Drucks hat HP bislang der jüngeren Konkurrenz das Feld überlassen, will nun aber den 3D-Druck revolutionieren. Mit seinen in Barcelona präsentierten Modellen plant HP sogar, einen neuen industriellen Standard zu setzen, wie es das Unternehmen bereits im Bereich traditioneller Drucker getan hat. Die HP-Geräte sollen nicht nur Plastik, sondern auch Metalle drucken. Wie hoch die Belastbarkeit und Genauigkeit dieser Drucker ist, bewies eine Demonstration auf der Discover eindrucksvoll: Ein komplettes Auto konnte an einer in 3D gedruckten Kette aufgehängt werden. Unabhängig vom Anbieter wird 3D-Druck uns in diesem Jahr deutlich häufiger begegnen als im vergangenen Jahr.
 
2. Eine neue Art von Computer
Mit dem Modell Sprout will HP den Markt revolutionieren: Der 3D All-in-One PC ist frisch auf dem Markt und erlaubt mit einer Kombination von Desktop, Tablet und 3D-Kamera eine vollkommen neue Art des Arbeitens mit dem Computer. Das Kernelement von Sprout besteht aus zwei berührungsempfindlichen Flächen und einem integrierten 3D-Scanner, welche Geschäfts-  und Privatkunden einfache 3D-Bearbeitungsfunktionen ermöglichen.
 
3. „The Machine“
HP will mit „The Machine“ dafür sorgen, dass Daten, deren Lagerung  heute noch ganze Räume füllt, bald nur noch die Fläche eines Kühlschranks benötigen. Dies ist durch eine vollkommen neue Computer-Architektur möglich, bei der die Speicherung von Daten auf Ionen Ebene erfolgt. Das Machine-System  ist nicht nur persistent, sondern verbraucht auch extrem wenig Energie. Meiner Ansicht nach könnte diese Entwicklung das Potential haben, die IT-Welt komplett zu revolutionieren.
 
Auch wenn „The Machine“ vielleicht in Ihren Augen noch fern der Massentauglichkeit sind, zeigt HP, wie ein Unternehmen sprichwörtlich von den Toten auferstehen kann, wenn es auf eigene Ideen setzt. Was meinen Sie? Ist „The Machine“ die Rettung vor Server-Hallen? Ich freue mich darauf, mit Ihnen zu diskutieren.
 

Über den Autor

Stefan Kaltwasser
Stefan Kaltwasser
2 Kommentare Kommentar hinterlassen
Danke für den Artikel Herr Kaltwasser! Mir ist das Thema 3D-Druck sehr wichtig. HPs Move mit ihrem 3D-Drucker wird auf jeden Fall Auswirkungen haben. Ich frage mich allerdings, wie das zu interpretieren ist. Der 3D-Drucker von HP wird auf das FDM-(für Kunststoffe) und auf das SLS- (für Metalle) Verfahren zurückgreifen. HP wird allerdings bis 2016 warten bis das Produkt auf den Markt kommt. Interessant ist, dass in diesem Jahr das Patent für das SLS-Verfahren von Carl Deckard (University of Texas) auslaufen wird. Der Plan scheint also sich einen großen Stück vom Kuchen mit dem Geschäft zum "3D-Druck"(SLS) von Metallen abzuschneiden ohne dabei lästige Lizenzaspekte beachten zu müssen. Fair enough. Zwei Schlussfolgerungen daraus: a) derjenige mit der besten Customer Experience und Usability rund um den 3D-Druck gewinnt, wenn jeder die Technologie verwenden darf! b) das Thema ist ein langfristiges, wenn Konzerne wie HP bereit sind Jahre auf Umsätze zu warten! Mit besten Grüßen und ein frohes neues Jahr 2015, Phillip von 3D-Drucken.de
Hallo, Danke für Ihren Kommentar. Ja, das wird ein spannendes Feld. Zumal auch noch die Frage im Raum steht, wie die Geschäftsmodelle des Zukunft aussehen: Verkauf des Druckers? Verkauf der Patronen? oder sogar Verkauf der gedruckten Produkte? Was mich bei den HP Produkten (die gedruckten) begeistert hat war, daß sie extrem stabil und zugleich sehr detailliert waren. Diese Kombination ist damit zugleich auch das Werteversprechen der HP Technologie. Beste Grüße Stefan Kaltwasser

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