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7 Schritte auf dem Weg zur neuen Datenlandschaft

Kategorie: Trend-Anatomie
Mittlerweile sollte allen klar sein: Daten sind wichtig. Eine regelrechte Flut an technologischen Durchbrüchen beseitigt nach und nach die Hürden im Hinblick auf die Menge an Daten, die wir speichern können (unbegrenzt), wie strukturiert diese für Analysen sein müssen (alles geht), und wie lange wir warten müssen, bis aus Daten wertvolle, in der Praxis anwendbare Erkenntnisse werden (wie wäre es mit sofort?). Dies schafft neue Maßstäbe für die unternehmensweite Datenlandschaft, und zwar im Hinblick auf Kosten, Handhabbarkeit und Agilität. Doch ebenso sehr verändert dieser Umstand unsere Sichtweise auf die Kernaktivitäten des unternehmerischen Handelns, sei es mit Blick auf das Kundenerlebnis  Customer Experience, interne Abläufe oder den Entwurf komplett neuer Geschäftsmodelle.

Wie aus unserer Studie Big & Fast Data: The Rise Of Insight-driven Business hervorgeht, lauert die Disruption an jeder Ecke. Ein Großteil der befragten Unternehmen geht davon aus, dass die neue Datenlandschaft die uns bekannte Geschäftswelt gehörig aufwirbeln wird, nicht zuletzt durch neue Marktteilnehmer, die Daten zur Entwicklung ebenso brillanter wie intelligenter Produkte und Services mit gewohnt hohem Lieferstandard einsetzen werden.
Glücklicherweise stehen Unternehmen noch vor der Wahl, sich als aktiver oder als passiver Spieler im disruptiven Wandel positionieren. Wie ich bereits am Jahresanfang in der Technovision beschrieben habe, muss dieser Weg nicht zwangsläufig in das Tal der Verdammten führen. Durch das Ausschöpfen des vollen Potenzials der Daten können Unternehmen eine Vorreiterrolle einnehmen, die Erkenntnisse in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen, ihre Stärken ausspielen und so der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein.

Um zu einem wirklich erkenntnisorientierten Unternehmen zu werden, ist jedoch etwas mehr notwendig, als einfach nur einen Schalter umzulegen. Die Transformation gleicht vielmehr einer langen Reise. In unserem Report stellen wir sieben Leitlinien vor, mit denen sich das Reiseziel einfacher erreichen lässt. Sie können davon ausgehen, dass wir jede einzelne dieser Leitlinien in den kommenden Monaten noch detaillierter ausarbeiten werden. Bis dahin finden Sie hier ein paar Highlights als Vorschau auf das, was Sie noch erwartet. Bleiben Sie am Ball!
  1. Starten Sie die Reise innerhalb Ihres unternehmerischen und technologischen Kontexts
Daten und Erkenntnisse sollten das zentrale Element Ihrer übergeordneten digitalen Vision bilden. Sollten Sie eine solche bisher noch nicht ausgearbeitet haben, sollten Sie dies umgehend nachholen. Darüber hinaus gibt es keine Alternative zur Bestimmung Ihrer Ausganglage: Eine gründliche Untersuchung sowohl des jetzigen Stands Ihrer Datenlandschaft als auch der Art und Weise, wie Erkenntnisse momentan innerhalb Ihres Unternehmens eingesetzt werden ist absolut notwendig, bevor Sie die Reise antreten können. Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass ­Erkenntnisse wichtig sind, um mit Erkenntnissen erfolgreich sein zu können?
 
  1. Bereiten Sie Ihre Datenlandschaft auf die anstehende Datenflut durch miteinander vernetzte Personen und Dinge vor
Wie schon erwähnt ist das grundlegende Merkmal der neuen Datenlandschaft die Tatsache, dass in Bezug auf Volumen, Struktur und Aktualität keinerlei Hürden mehr existieren. Bei der Transformation Ihres aktuellen Datenbestands sollten Sie schrittweise vorgehen, und dabei von neuen Technologien profitieren, um zuallererst eine deutliche Reduzierung bei Kosten und Verwaltungsaufwand zu erreichen, doch gleichzeitig auch Vorbereitungen dafür zu treffen, alle möglichen Bedürfnisse zu erfüllen, die ein erkenntnisgetriebenes Unternehmen zum Erreichen seiner Ziele benötigt.
 
  1. Schaffen Sie eine von Data Science und Analytics geprägte Unternehmenskultur
Oder anders ausgedrückt: Schaffen Sie ein allgemeines Bewusstsein dafür, dass Erkenntnisse überall gewonnen werden können. Um Erkenntnisse zum zentralen Element Ihrer Transformation zu machen, muss jeder Mitarbeiter – von der Vorstandsetage bis in die Produktion – zumindest teilweise zum Data Scientist werden. Vielleicht nicht so wie in der von Alan Turing geprägten Bedeutung des Wortes, doch definitiv mit einem erkennbaren Enthusiasmus für die Art und Weise, wie aus Daten Wert geschaffen werden kann.  
 
  1. Entfesseln Sie das Potenzial von Daten und Insights-as-a-Service
Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, Daten und Erkenntnisse zu nutzen und nicht etwa darin, diese zu generieren. Dies sollte jedenfalls für den Großteil der Geschäftsuser zutreffen. Im Mittelpunkt des Plattformansatzes steht die Schaffung digitaler Vermögenswerte, zur Verfügung gestellt durch einfache APIs, die in jede beliebige Lösung, jeden Workflow oder jedes beliebige User Interface integriert werden kann. Alle Erkenntnisse, aber nicht der damit verbundene Ärger: Das ist es, was wir brauchen.
 
  1. Machen Sie Ihre Erkenntnisse  zu einer elementaren Kennzahl 
Habe ich schon darauf hingewiesen dass Sie Erkenntnisse benötigen, um Erkenntnisse erfolgreich einsetzen zu können? Wenn Sie die Geschäftsseite vom Wert in Echtzeit verfügbarer, wunderschön gestalteter Performanceinformationen überzeugen wollen, sollten Sie womöglich damit beginnen, diese Dashboards für sich selbst zu verwenden, um zu zeigen, wie Daten Wert schaffen. Oder wie wir in unserem Unternehmen gerne sagen: „Drink your own Chamapgne.“
 
  1. Meistern Sie die Steuerung, Sicherheit und Vertraulichkeit Ihrer Datenbestände
Sicherheit und Vertraulichkeit haben sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als Liebestöter für jedwede Dateninitiative der nächsten Generation erwiesen. Und das zu Recht, existiert doch ein empfindliches Gleichgewicht zwischen dem Gebrauch von Daten für das Verbessern bestehender Produkte und Dienstleistungen und dem unheimlichen Bereich mit Datenverlusten oder falschem Gebrauch der Daten. Das Geheimnis liegt darin, nicht nur die Grundbedürfnisse der Maslowschen Pyramide für Daten (sicher, regelkonform und jederzeit in Kontrolle sein) zu erfüllen, sondern ebenso dem Unternehmen eine leistungsstarke Grundlage  für das Business bereitzustellen und so neue Geschäftschancen zu erschließen anstatt diese zu verhindern. Jüngere Entwicklungen wie etwa die neu erstellten Grundsätze für das Verbraucherengagement sollten in diesem Kontext aufs sorgfältigste befolgt werden.
 
  1. Stärken Sie Ihre Mitarbeiter 
Natürlich gibt es einen Grund, warum praktisch umsetzbare Erkenntnisse oftmals zwar gewünscht, aber nicht erreicht werden. Der Einsatz von Erkenntnissen am Point of Action setzt ein tiefgreifendes Verständnis über Menschen voraus, und zwar im Hinblick auf die Art wie diese arbeiten und wie Erkenntnisse nicht nur deren Ergebnisse verbessern, sondern auch ändert, wie die Businessprozesse ablaufen. Darüber hinaus erfordert es  hoch motivierte und eng zusammenarbeitende Teams, die die Expertise aus unterschiedlichen Disziplinen wie Unternehmensanalyse, Data Science, Lösungsentwicklung, Testing und Infrastrukturbetrieb vereinen, um kontinuierlich immer bessere Erkenntnisse zur Verfügung stellen zu können – wo auch immer sie benötigt werden.
 
Wie weit sind Sie auf Ihrer Reise zum digitalen Unternehmen und welche Hürden nehmen Sie wahr? Schreiben Sie mir.

Zum Nachhören gibt es auch einen Soundcloud-Podcast zum gleichen Thema.

 
Der Blogpost ist eine Übersetzung aus dem Englischen.  

Über den Autor

Ron Tolido

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