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Langfinger aufgepasst: IoT macht eure Arbeit schwer

Kategorie: Trend Industrie 4.0

Unternehmen fertigen heute die verschiedensten Produkte am anderen Ende der Welt, bevor sie dann in den heimischen Handel kommen. Das ist für Auftraggeber und Kunden sehr komfortabel, doch kann genau dieser Komfort zu einem Problem werden: Die Wertschöpfungskette birgt einige Risiken, wie etwa der Verlust, die Beschädigung oder der Diebstahl der Waren – und das branchenübergreifend.

Lassen Sie mich Ihnen ein paar ganz alltägliche Beispiele vorstellen: Allein in den USA werden laut Schätzungen jährlich Baustellengeräte im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar gestohlen. Und auch der Gesundheitssektor, zum Beispiel Krankenhäuser, ist nicht vor Diebstahl oder Beschädigung medizinischer Apparate sicher geschützt. Jährlich entstehen auch hier Millionenschäden, die die eh schon knappen Kassen der Krankenhäuser belasten und Nachteile in der Patientenversorgung mit sich bringen.

Besonders verlustanfällig ist aber der Transport von Fracht. Die Fracht kann an jedem Punkt der Lieferkette beschädigt oder gestohlen werden. Das vermindert natürlich die Produktintegrität und -verfügbarkeit. Nach Schätzungen des National Cargo Security Council betragen die Kosten für Diebstahl und Beschädigung mehr als 50 Milliarden Dollar jährlich. Selbst Versicherungen decken nicht den Gesamtschaden ab, da die Versicherungsprämien viel zu hoch wären, um alle Risiken abzusichern. Doch wie kann man sich vor solchen Schäden schützen?

Das Internet der Dinge ermöglicht uns neue Wege, um Diebstahl und Verlust wertvoller Dinge zu bekämpfen. So lassen sich die Daten von mit Sensoren versehenen Gütern über eine Internetverbindung auslesen. Durch die Nutzung von Connected Services werden die übermittelten Daten dann analysiert und ausgewertet. Als Folge können beispielsweise die Position und der Zustand von Baumaschinen, Medizin, hochpreisigen Ausrüstungen und Sendungen weltweit und minutengenau verfolgt werden. Die Daten weisen die Unternehmen so automatisch daraufhin, wenn die Position einer Sendung von der geplanten Route abweicht, ein Behälter missbräuchlich behandelt wird oder die Innenraumtemperatur auffällig steigt und leiten frühzeitig Gegenmaßnahmen ein. Dadurch können Unternehmen Diebstahl und Beschädigung rechtzeitig gegensteuern und so die Qualität von Produkten sowie die Wirksamkeit von Medikamenten gewährleisten.

Diese Vernetzung fördert eine Art „Eigenleben“ der Produkte und vereinfacht die Kommunikation mit ihnen. Dadurch werden Prozesse effizienter und den Kosten für Beschädigung oder Verlust der Ware kann durch eine proaktive Steuerung entgegengewirkt werden. Somit zeigt sich wieder einmal der in meinen Augen oft noch unterschätzte Wert des Internets der Dinge. Welche Einsatzmöglichkeiten könnten Sie sich für das IoT vorstellen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare. 

Über den Autor

Michael Capone

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