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Digitale Transformation: Erfolg durch Architektur!

Kategorie: Trends am Horizont

Den richtigen Weg zum Erfolg durch die Fährnisse der digitalen Transformation finden – das sehen zahlreiche IT-Architekten als ihren entscheidenden Beitrag zur digitalen Transformation im Unternehmen an. Auf diesen gemeinsamen Nenner einigten sich die jeweils rund 30 Teilnehmer beim 8. Kundenforum Architektur, das kürzlich in Hamburg und München stattfand. Heiß diskutiert wurden die vielfältigen Aspekte der Digitalisierung und zwar von IT-Architekten für Architekten – wie es inzwischen gute, jährliche Tradition ist.


Digitale Transformation kann beides heißen: Radikaler Schnitt, der Mut mit einer Version 2.0 das Kernsystem komplett zu ersetzen oder das bestehende System technisch zu optimieren.

Um diese beiden unterschiedlichen Ansätze drehte sich der Austausch in München. Gemeinsamer Ausgangspunkt sind die hohen Erwartungen der Kunden in Zeiten zunehmender Digitalisierung: Angebotene Leistungen müssen heute flexibel und schnell sein, dürfen dabei aber kaum mehr etwas kosten. Diese Erwartungshaltung war auch charakteristisch für ein weiteres Beispiel aus der Finanzbranche – vorgestellt vom dafür verantwortlichen IT-Architekten. Geschäftsvorfälle in der digitalen Transformation sind neu aus Kundensicht zu denken: Was kann das Unternehmen als „kleinstes sinnvolles Produkt“ möglichst direkt anbieten?

Dieses sich Hineinversetzen und das Abholen der Kunden bei ihren Vorstellungen ist für eine erfolgreiche Navigation durch ein umfassendes und komplexes Leistungsangebot unabdingbar, um erfolgreich zu sein. „Drei Klicks zum Ziel“ als Vorgabe ist eine fachliche und IT-technische Herausforderung – und dafür braucht es IT-Architektur. Diskussion und Vorträge ergaben unisono: Die digitale Transformation steht auf der Tagesordnung. Für die IT sind fachliche Anforderungen nach wie vor bestimmend, sie sind aber aus Anwender- und Kundensicht zu denken. Die Umsetzung in der IT ist entscheidend für den Erfolg.

Im Zirkel der Hamburger IT-Architekten drehte sich fast alles um die hochsichere digitale Transformation. Wie lassen sich die Herausforderungen einer Ende-zu-Ende Verschlüsselung meistern, wenn die beiden wichtigsten Ziele Informationssicherheit und Nutzerakzeptanz sind? Im vorgestellten Projekt wurde zum Beispiel neben der Ende-Zu-Ende Verschlüsselung eine Zwei-Faktor-Authentifizierung umgesetzt.

Ebenso Gesprächsstoff war die Standardisierung der IT-Architektur durch Richtlinien und Produktvorgaben. So wurde im Spannungsfeld von globaler und lokaler IT-Standardisierung das wechselseitige Propagieren und Überwachen von Richtlinien in einem Autokonzern mit zentraler IT und den lokalen ITs für die verschiedenen Automarken durchleuchtet.

Nicht fehlen durfte natürlich das Thema Microservices. Hier war sich die Architektenrunde einig, dass es eine schlechte Idee ist, erst einen Monolithen zu bauen, um ihn dann in Microservices zu zerlegen. Mehr Details dazu finden Sie im Vortrag “The rocky road. From Monolith to Microservices” von Björn Kimminich, Senior Manager IT Architecture, Kühne + Nagel KG. Dagegen wurde die Webseite eines der weltweit größten eCommerce-Händler erfolgreich aus etwa einem Dutzend Microservices neu aufgebaut. Time-To-Market und Skalierbarkeit waren in diesem Fall die Haupttreiber für die Microservice-Architektur. In einer einstündigen Diskussionsrunde wurden dann unter anderem die größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Microservices erfragt und diskutiert. Die Ergebnisse dieser Umfrage und Diskussion werden wir in der kommenden Woche – am 4. Dezember 2015 – im nächsten Blog zur Serie „Software Entwicklung 4.0“ vorstellen. Sie dürfen gespannt sein.

Übrigens: Wenn Sie Interesse an der Veranstaltungsreihe Kundenforum Architektur haben, dann kontaktieren Sie gerne den Autor dieses Blogposts.
 

Über den Autor

Oliver F. Nandico
Oliver F. Nandico
Oliver F. Nandico ist Unternehmensarchitekt. Für ihn kommt es nicht darauf an, die Architektur nur zu beschreiben, sondern sie zu verändern. Seine Leidenschaft gehört der Vereinfachung und der Rationalisierung von IT-Strukturen mit Hilfe neuer Technologien. In das Thema bringt er mehr als 20 Jahre Erfahrung ein, die er zum Beispiel in Beiträgen in Objektspektrum publiziert. Bei Capgemini leitet Oliver F. Nandico die Enterprise Architecture Community in Deutschland, ist Mitglied des Arbeitskreises Softwarearchitektur des BITKOM und berät als Principal Enterprise Architect Unternehmen beim Aufbau und der Veränderung ihrer Unternehmensarchitektur.

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