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IT-Trends: 2016 steigt das IT-Budget

Kategorie: Trends am Horizont

Die Wirtschaft im deutschsprachigen Raum läuft auch Hochtouren und die IT-Budgets für das kommende Jahr steigen. Das ergaben die Vorab-Ergebnisse der jährlichen IT-Trends-Studie , deren neue Ausgabe im Februar kommenden Jahres erscheint. Insgesamt profitieren 37,0 Prozent der Teilnehmer von mehr Geld, bei knapp 15 Prozent erhöhen sich die Budgets sogar um mehr als 10 Prozent. Gleichzeitig müssen 21,3 Prozent Ausgaben kürzen, die meisten allerdings nur im einstelligen Bereich.

Vor allem die Industrie und Finanzdienstleister profitieren von mehr Geld. Bei Banken und Versicherungen setzt sich der Anstieg in den nächsten beiden Jahren kontinuierlich fort, während in der Industrie viele CIOs nur in diesem Jahr mit Erhöhungen rechnen. Die Prognosen für die beiden Folgejahre fallen in dieser Branche konservativer aus, sind allerdings auch mit mehr Unsicherheit behaftet als bei den Finanzdienstleistern.

Weniger neue Systeme, mehr Updates

Im kommenden Jahr steigen die Ausgaben für Updates, Aktualisierungen und Erweiterungen von 20,9 auf 22,7 Prozent. Damit reagieren CIOs auf die Forderung der Fachabteilungen nach kürzeren Release-Zyklen, so dass Neuerungen schneller ins Tagesgeschäft einfließen. Diese Investitionen gehen offenbar zu Lasten von Projekten, bei denen Systeme komplett ausgetauscht werden. Dafür stehen 2016 nur noch 16,6 Prozent des Budgets zur Verfügung im Vergleich zu 20,9 Prozent im laufenden Jahr. Gleichzeitig steigen die Ausgaben für Betrieb, Wartung und Pflege um fast 6 Prozentpunkte. Dabei wird in diesem Jahr etwas mehr für Hardware (rund 63 Prozent) und etwas weniger für Software (knapp 37 Prozent) ausgegeben als im Vorjahr.

CIO erfährt seltener von IT-Ausgaben der Fachabteilung

Insgesamt geben Fachabteilungen laut Aussagen der CIOs deutlich weniger für IT aus als im letzten Jahr. Der Anteil am Gesamtbudget sank von rund 17,3 auf jetzt 12,0 Prozent. Viele dieser Investitionen sehen CIOs kritischer als im Vorjahr, vor allem die Sorge um den Aufbau einer Schatten-IT und um neue Datensilos ist gestiegen. Gleichzeitig werden die Investitionen immer seltener mit der IT-Abteilung abgesprochen: Während 2015 noch die Hälfte aller Befragten stets über alle Ausgaben Bescheid wussten, sind es jetzt nur noch rund 36 Prozent.

In mehr als 60 Prozent der Unternehmen wurde die Verantwortung für bestimmte IT-Ausgaben dauerhaft der Fachabteilung übertragen. In den meisten Fällen kauft sie Beratungsleistungen ein, in der Regel für Pilotprojekte oder Workshops für die Entwicklung neuer Funktionalitäten. Darüber hinaus investieren viele in Software-Entwicklungsprojekte.

IT-Abteilung kann die Anforderungen der Fachabteilung besser erfüllen

Diese Ausgaben sowie der Einkauf von mobilen Endgeräten, Hardware und Software-Paketen sind aber zurückgegangen. Die Fachabteilung investiert nach Meinung der CIOs deutlich seltener, weil ihre Anforderungen aufgrund des Unternehmensstandards nicht von der IT-Abteilung umgesetzt werden können. Das spricht dafür, dass die IT jetzt besser als im Vorjahr in der Lage ist, die Anforderungen der Fachabteilung nach neuer Hard- und Software abzudecken.

Zeit ist allerdings nach wie vor ein kritischer Faktor. Auch wenn die Release-Zyklen verkürzt wurden und mehr Geld in kleinere Updates fließt, geht es in knapp 16 Prozent der Unternehmen immer noch nicht schnell genug, so dass die Fachabteilung Externe mit ihren Projekten beauftragt.

Wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie auch mehr Budget bekommen und was denken Sie über die Investitionen der Fachabteilungen? Diskutieren Sie mit!

 

Über den Autor

Thomas Heimann
Thomas Heimann
Thomas Heimann leitet die Erhebung der jährlichen IT-Trends und interessiert sich vor allem für neue Technologien und die Möglichkeiten und Veränderungen, die sie mit sich bringen. Ein Beispiel dafür ist das Thema SOA, zu dem er ein Expertenteam bei Capgemini aufbaute und mehrere Jahre lang Workshops leitete sowie Vorträge hielt, unter anderem für die Computerwoche. Der Diplom-Informatiker berät derzeit Regierungsorganisationen und Behörden in Fragen der IT.

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