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Big Data Governance: Welt der Daten braucht klare Führung

Kategorie: Digitale Trends

Früher – also noch vor dem Aufruhr um die Big-Data-Revolution – waren die Herrschaftsstrukturen im Reich der Daten für die traditionelle Business Intelligence (BI) ganz klar festgelegt. Die IT besaß die Hoheit über die Daten und den gesamten Analyseprozess bis hin zum fertigen Bericht. Lediglich Kennzahlen wurden aus dem Business heraus festgelegt. Wie es aber große Umbrüche so an sich haben, verändert sich mit ihnen einiges: die Analysewege, die Datenmengen, der systemische Ordnungsrahmen und mit ihm die Verantwortlichkeiten. Was ich beobachte, ist, dass die Big-Data-Praxis seither in eine doch sehr liberale Richtung drängt. Wie als würde sie sich auflehnen gegen ein vergangenes, vom Kontrollwahn geleitetes Regime? Jeder will alles ausprobieren, unendliche Möglichkeiten testen und die Sterne vom Himmel holen, ohne sich dabei an klar festgelegte Regeln halten zu müssen – klassisches Revoluzzer-Verhalten eben. Dass so eine Datenanarchie im Chaos enden kann und dabei geschäftsrelevante Erfolge verhindert, ist leider oft zu beobachten.

Was Unternehmen brauchen, ist ein zeitgemäßer Ordnungsrahmen – also eine stringente Governance – innerhalb der Big Data ablaufen kann. Wichtig ist, die Balance zu finden. Sind die Regeln zu starr, geht das zu Lasten der Agilität und des Geschäftsnutzens. Sind sie zu lose, schwinden Sicherheit, Compliance und Vertrauen. Wer also sollte mit wem worüber reden? Und wer hält bei welcher Aufgabe das Zepter in den Händen? Das sind drängende Fragen, die die Geister scheiden. Antworten darauf habe ich vor zwei Wochen in einem Artikel gegeben, der auf CIO.de und in der Computerwoche veröffentlicht wurde. Meiner Meinung nach braucht es das Dreigestirn aus IT, Rechtsabteilung und Business, das die herrschende Hand über die Daten hält: einer als Bereitsteller, einer als Aufpasser und einer als Eigentümer. Wie genau das aussehen sollte, können Sie hier im Detail nachlesen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Big Data Governance? Haben Sie bereits einen funktionierenden Ordnungsrahmen implementiert?

Über den Autor

Rüdiger Eberlein
Rüdiger Eberlein

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