IT-Trends-Blog

IT-Trends-Blog

Opinions expressed on this blog reflect the writer’s views and not the position of the Capgemini Group

Digitale Disruption: Vorbereitet sein

Kategorie: Digitale Trends

Transformation bedeutet mehr als die Elektronifizierung der Projekte. Beweglichkeit und schnelles Umdenken sind gefragt. Internet-of-Things (IoT)-Plattformen spielen dabei eine Schlüsselrolle.

In-Memory-Technologien, Cloud-Plattformen, schnelle Datennetze, erweiterbare Realität, Robotik: An spannenden Technologien mangelt es CIOs aktuell sicher nicht, um das Unternehmen in die digitale Zukunft mitzunehmen. Doch gibt es gut bekannte Hindernisse auf dem Weg in die Digitalisierung: Wie die IT-Trends-Studie von Capgemini zeigt, gehören die als starr empfundenen Organisationsstrukturen und unflexiblen Geschäftsprozesse nicht nur zu den Top 3 Hürden für die Digitalisierung. Ihre Bedeutung hat gegenüber dem Vorjahr sogar noch weiter zugenommen.

IoT-Plattformen: Kein Produkt aus dem Kaufhausregal

Das schafft Arbeit besonders für den CIO, der einerseits das geschäftliche Potenzial der neuen Technologien kennt und andererseits den Fachbereichen seit Jahren ihre Lösungen gewährt, die zu Silos in den Unternehmen geführt haben – zu starren Strukturen und unflexiblen Prozessen. Als Chefinformationstechnologe und IT-Stratege ist der CIO in der Lage, die Chancen der Innovationen zu übersetzen und ins Geschäft zu tragen – und dafür zu werben, dass Silos aufgebrochen und Prozesse neu aufgesetzt werden.

Eine Schlüsselrolle kommt dabei der IoT-Plattform zu. Denn sie hat die primäre Aufgabe, eine durchgängige Sicht auf alle am Leistungsprozess beteiligten Fachbereiche herzustellen und in Echtzeit zu zeigen. Auf einer Cloud-basierten Plattform fließen Sensor- und Unternehmensdaten zusammen. Sie bietet die Basis dafür, schnell Fakten zu analysieren und Entscheidungen zu treffen. Allerdings ist die IoT-Plattform kein Produkt, das im Regal eines Kaufhauses steht und alle Wünsche des Unternehmens befriedigt. Es steckt viel mehr dahinter.

Eine IoT-Plattform zu etablieren bedeutet vor allem Veränderung – und sie ist manchmal sogar der Hebel für die digitale Transformation im Unternehmen. Denn es geht nicht nur darum, eine datenzentrische Informationsverarbeitung zu etablieren, sondern schnell auch um die Frage, welche Geschäftsmodelle möglich werden und strategisch sinnvoll sind. Wenn sich ein Unternehmen aus der Gebäudetechnologie die Frage stellt, was eine IoT-Plattform leisten soll, geht es heute nicht mehr darum, Heizungsregler zu vertreiben. Das wäre viel zu kurz gesprungen. Es geht um nicht weniger als „gesundes Klima“ – weniger Produkt als Service. Zudem wird die Plattform offen für externe Services sein – also keine geschlossene Einheit aus dem Hersteller-Hause, sondern eine Plattform, an der auch andere mitwirken können.

Bewegungsfreiheit schaffen

Erst wenn eine Vorstellung vom künftigen Geschäftsmodell klar umrissen ist, ist es sinnvoll, auf die Suche nach einer geeigneten IoT-Plattform zu gehen, die nicht zuletzt dazu beiträgt, Datensilos aufzubrechen. Für Unternehmen, die bereits über das „Experimentierstadium“ hinaus sind, geht es schnell um die Frage, ob die teilweise komplexe IT-Landschaft erhalten werden kann und sollte. Die Transformation bietet eine große Chance, mit den Implementierungssünden der Vergangenheit aufzuräumen. Besonders Mittelständlern ist der non-disruptive Weg, der auf Bestehendem aufsetzt, oft zu teuer. Deshalb tendieren sie zum Neuanfang, bei dem die Unternehmen „nur“ die Daten auf die neue Plattform migrieren und nötige Prozesse mitnehmen, aber alle Vorteile der neuen Technologie haben. Vor allem sind sie künftig vorbereitet, wenn im Markt plötzlich alles anders läuft. Die IoT-Plattform bringt ihnen die nötige Bewegungsfreiheit, rechtzeitig zu reagieren. Doch ist der disruptive Weg kein Muss und in größeren oder DAX-Unternehmen nicht immer umsetzbar. Doch ist es auch möglich und in vielen Fällen sogar sinnvoller, bewährte Anwendungen zu erhalten und mit Cloud-Plattformen zu verbinden.

In zehn Jahren ein tagtägliches Tool

Plattformen spielen in diversen Bereichen der Wirtschaft schon heute eine wichtige Rolle – etwa in der Produktion, wo sie frühzeitig Störungen im Prozess identifizierbar und Qualitätskontrollen vorhersagbar machen, in der Logistik eines Pharmakonzerns, um den Nachweis zu erbringen, dass Medikamente sicher und unter richtigen Bedingungen transportiert wurden, oder im öffentlichen Bereich, in dem es um Bürgerservices und innere Sicherheit geht. In zehn Jahren, so viel ist klar, werden die wichtigsten Geschäftsprozesse über IoT-Plattformen abgewickelt.

Sehen Sie das ähnlich? Wie weit sind Sie mit IoT-Plattformen? Besuchen Sie mich und meine Kollegen auf der Hannover Messe am SAP-Stand. Ich freue mich auf Ihre Fragen und Anregungen!

Über den Autor

Detlev Sandel
Hallo Herr Sandel, besten Dank für die Begleitung an dem gestrigen sehr angenehmen Tag im Lab in München. Schöne Grüße und ein schönes Wochenende. Michael Holuch

Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit einem * gekennzeichnet.