eGov Benchmark: Digitaler EU-Binnenmarkt braucht stärkere Transformation

Europas Vielfalt und Einfallsreichtum ermöglichen Innovationen im öffentlichen Sektor, aber was können Staaten tun, um die Erwartungen der Bürger zu erfüllen? Der eGovernment Benchmark beleuchtet, wie öffentliche Dienstleistungen „doppelt so gut, aber für die Hälfte weniger“ angeboten werden können.

Europas digitales Potential

Europas öffentlicher Sektor stellt zwar immer mehr Services online zur Verfügung, dennoch geht es insgesamt nur langsam voran. Um das volle Potenzial des europäischen digitalen Binnenmarkts auszuschöpfen, müssen die europäischen Länder ihren Fokus von der nationalen auf die europäische Ebene verlagern und ihre Online-Angebote deutlich stärker personalisieren, so der aktuelle eGovernment Benchmark
 
Der Insight Report  untersucht und bewertet die Rolle des eGovernments in sieben anspruchsvollen Lebenssituationen und die Verfügbarkeit entsprechender IT-Bausteine in diesen Situationen. Folgende Lebensereignisse wurden dabei berücksichtigt:
 
  • Betriebsgründung und erste Handelsgeschäfte (2012, 2014)
  • Verlust von und Suche nach einer Arbeitsstelle (2012, 2014)
  • Studium (2012, 2014)
  • Regelmäßiger Geschäftsbetrieb (2013)
  • Umzug (2013)
  • Instandhaltung und Benutzung eines Fahrzeuges (2013)
  • Notwendigkeit eines Verfahrens für geringfügige Forderungen (2013)
 

 

Die wichtigsten Ergebnisse: Mind the eGov Gap

 
Der eGovernment-Benchmark zeigt, dass Europa an digitaler Reife gewinnt, da sich immer mehr Online-Services im Bereich der Nutzerzentriertheit verbessern. Die Mitgliedsstaaten müssen sich auf Fortschritte im Bereich Mobilfähigkeit, Transparenz und Einfachheit fokussieren. 
 
Die wichtigsten Ergebnisse:
 
  • Europa gewinnt an digitaler Reife: Mit einem Durchschnittswert von 73% ist Nutzerzentriertheit der am weitesten entwickelte Wert im EU-Durchschnitt und liegt 3 Prozentpunkte höher als im vergangenen Jahr.
  • Mobilfähigkeit – eine verpasste Chance: Nur eine von vier öffentlichen Webseiten ist mobilfähig, wodurch ein großer Teil der Benutzer öffentlicher Online-Dienste nicht abgeholt wird. 
  • Die Transparenz wächst, aber es fehlt noch eine große Portion Nutzervertrauen: Auch wenn der Wert um drei Prozentpunkte gewachsen ist, bleibt er mit 51% unbefriedigend.
  • Langsame Entwicklung zu einer digitalen Behörde: Um einen Prozentpunkt hat sich die Adaption der Schlüsseltechnologien entwickelt.
  • Digitaler Binnenmarkt steht noch aus: Auch als eine der zehn Prioritäten der EU-Kommission, hat der digitale Binnenmarkt nicht einmal die halbe Wegstrecke geschafft. 

Öffentlicher Bereich auf dem Weg zur Verbesserung seines Reifegrades

   
Neue Technologien ermöglichen Regierungen innovative Lösungen anzuwenden, um bessere, schnellere und kostengünstigere Dienste anbieten zu können. Wir haben fünf Empfehlungen, mit deren Umsetzung der öffentliche Sektor in Europa innovativer werden kann:

  • Aktivieren: Legen Sie das Fundament mit einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur.  Diese Basis ist nötig, um die digitale Transformation über Geschäftseinheiten, Behörden und Ebenen hinweg zu ermöglichen.
  • Anlocken: Wechseln Sie vom Kundenservice zum individuellen Service: Dienstleistungen, die die Nutzer ansprechen und einbinden, bringen diese nicht nur online, sondern halten sie auch dort
  • Erschließen: Machen Sie Online-Services verpflichtend. Die digitale Nutzung sollte zum Standard werden.
  • Weiterbilden, weiterbilden, weiterbilden: Fachkräfte, Beamte, Führungskräfte und Nutzer müssen in ihren digitalen Kompetenzen geschult werden.


So haben sich die Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr entwickelt

 

 

 


 

 

 

 

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