Business Process Management wird zur Chefsache

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Capgeminis Global Business Process Management Report belegt wichtige Rolle von BPM für Produktivitätssteigerung, stärkeren Kundenfokus und Compliance

Berlin, 24. Mai 2012 – In der aktuellen wirtschaftlichen Situation wird Business Process Management (BPM) weltweit als Mittel für Kosteneinsparungen immer wichtiger, wie Capgeminis Global Business Process Management Report zeigt. Viele Unternehmen versuchen derzeit verstärkt über interne Maßnahmen ihre Marge, die Effizienz und ihre Produktivität zu verbessern. Entsprechend sind mehr als 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass BPM eine Aufgabe der Geschäftsleitung ist. Gleichzeitig wächst das Interesse an BPM weiterhin: Mehr als die Hälfte aller Studienteilnehmer glaubt, dass ihr Unternehmen im nächsten Jahr mehr Wert auf BPM legen wird, unter den Befragten aus Deutschland sind dies jedoch nur 36 Prozent. Von künftig höheren Investments in BPM gehen 68 aller Befragten aus – gerade dann, wenn die Weltwirtschaftslage weiterhin angespannt bleibt[1].

José Uzquiano, Leiter der Service Line BPM bei Capgemini für den deutschsprachigen Raum. „Unternehmen stehen gleichermaßen unter dem Druck, Kosten- und Effizienzvorteile zu maximieren und gleichzeitig flexibel, regelkonform und kundenorientiert zu sein. In diesem Kontext wird BPM in allen Unternehmensbereichen immer wichtiger. Zukunftsorientierte Organisationen werden sich stärker auf die Prozessoptimierung konzentrieren und die neuen Technologien nutzen, während Unternehmen, die BPM links liegen lassen, Gefahr laufen, abgehängt zu werden.”

In Deutschland ist BPM noch IT-Thema

Außer im Finanzsektor, wo der Markt für Prozessoptimierung schon sehr reif ist, wird BPM in Deutschland noch zu sehr als IT-Thema angesehen. Diese Einstellung behindert die Verbreitung von BPM, profitiert doch klassischerweise hauptsächlich die Geschäftsseite von BPM, während die Barrieren eher auf der IT-Seite zu finden sind. Entsprechend sagen auch nur elf Prozent der Befragten in Deutschland, dass ihre Führungskräfte Verantwortung für Prozessverbesserungen übernehmen. Allem Anschein nach können in Deutschland die IT-Entscheider die Einführung von BPM vor allem mit dem Argument verhindern, dass die Software nicht in die bestehende Anwendungslandschaft passt. Deutlich weniger verbreitet ist hierzulande auch die Ansicht, dass BPM eine Aufgabe der Geschäftsleitung ist. Nur 45 Prozent der deutschen Unternehmen teilen diese Meinung, während es weltweit mehr als 60 Prozent sind.

Social Media als BPM-Treiber

BPM gewinnt auch durch die zunehmende Interaktion mit den Kunden über Social-Media-Kanäle wie Twitter an Bedeutung. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sieht in der Nutzung der Chancen von Social Media und im zugehörigen Risikomanagement einen wichtigen Geschäftstreiber. Diese Herausforderungen können durch BPM-Lösungen gesteuert werden.

BPM kann Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigern

Generell dient Prozessmanagement dazu, die Produktivität zu erhöhen. Dies gilt besonders für Zeiten, in denen Unternehmen wachsen wollen, Investitionen aber nur in geringem Umfang möglich sind. Drei Viertel der Interviewten (74 Prozent) stellten fest, dass Prozessmanagement die Mitarbeiterzufriedenheit steigert – weil es hilft, Doppelarbeiten zu reduzieren und die interne Organisation verbessert. Aufgrund dieser Vorteile erwarten trotz Budgetrestriktionen mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) im kommenden Jahr steigende Investitionen, um die interne Kosteneffizienz zu erhöhen.

Stolperstein: Gesplittete Budgets

Trotz aller Fortschritte bleibt noch Einiges zu tun. Ein Problem ist die fehlende Klarheit darüber, wer beim Budget für BPM die Zügel in der Hand hat. Die Umfrage zeigt, dass die Finanzhoheit für BPM zwischen IT (16 Prozent), Senior Business Management (18 Prozent), operativem Geschäft (13 Prozent), Geschäftseinheiten (13 Prozent) und speziellen Prozess-Management-Einheiten (12 Prozent) aufgeteilt ist, was letztlich der Wirksamkeit schadet. Weiterhin gibt nur jeder fünfte Befragte (18 Prozent) an, dass die Prozesse in seinem Unternehmen optimiert sind und ein Drittel (32 Prozent) konstatiert, dass sie den Return-on-Investment ihres Prozess-Managements nicht messen. Und die Mehrheit (55 Prozent) ist der Meinung, dass nach wie vor das Arbeiten in getrennten Bereichen die Zusammenarbeit behindert.

Über den Global Business Process Management Report

Für die Studie wurden erstmals weltweit rund 1.140 leitende Manager und IT-Entscheider befragt sowie ergänzende Experteninterviews geführt. Die Befragten der Studie kommen aus insgesamt elf Märkten. Neben Deutschland sind dies Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Skandinavien, USA, England, Australien, Indien und Brasilien.

  • Die vollständige Studie finden Sie hier.

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[1] Unter Befragten, die schon BPM-Investitionen im Jahr 2012 planen