Studie: Der strategische Imperativ für Unternehmen – digital werden oder untergehen

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Die Konvergenz neuer digitaler Technologien eröffnet Unternehmen die Chance zu einer radikalen Veränderung. Über das Potenzial herrscht dabei Einigkeit, über den Weg dahin nicht. Das zeigt eine Untersuchung des MIT Sloan Management Reviews mit Capgemini Consulting. Weltweit äußerten sich über 1.500 Manager aus 106 Ländern, ein Drittel davon aus Konzernen mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Umsatz.
Die Digital Transformation – in Deutschland auch oft im Kontext von Industrie 4.0 diskutiert – wird mit einer hohen Zustimmung von 78 Prozent der Befragten als „in den nächsten zwei Jahren kritisch für ihr Unternehmen“ eingeschätzt. Noch etwas mehr (81 Prozent) glauben, dass die organisatorische Veränderung ihrem Unternehmen einen Wettbewerbsvorsprung geben würde. Gleichzeitig sagen auch knapp zwei Drittel, dass die Geschwindigkeit ihres technologischen Wandels zu langsam sei.
 

Noch fehlende Konsequenz in der Umsetzung

Der Glaube an die disruptive Kraft der modernen Technologien existiert“, so Volkmar Varnhagen, CEO von Capgemini Consulting in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Gleichwohl fehlt derzeit die letzte Konsequenz in der Umsetzung von Digital Transformation.“ Die Gründe dafür liegen laut den Umfrageteilnehmern in entgegenstehenden Prioritäten (53 Prozent) und fehlendem Know-how rund um die Digitalisierung (52 Prozent). Fehlende Dringlichkeit, zu wenig Budget und mangelhafte IT-Ausstattung werden als die drei häufigsten organisatorischen Hürden genannt. 
 
Interessanter Weise zeigt sich bei der gewünschten Umsetzungsgeschwindigkeit einer digitalen Transformation ein Gefälle in der Unternehmenshierarchie: Während es dem „normalen“ Mitarbeiter zu langsam geht, sieht ein Großteil der Unternehmenslenker die Entwicklung im genau passenden zeitlichen Rahmen. Dazu Varnhagen: „Die Möglichkeiten, mit Hilfe einer digitalen Transformation die Performance eines Unternehmens zu verbessern, sind da. Der einzige mögliche Fehler ist, diesen Schritt nicht zu gehen.“
 

Organisatorischer Wildwuchs

Auf der organisatorischen Ebene zeigen sich bei der digitalen Transformation noch einige Schwächen. So berechnen nur knapp über die Hälfte der befragten Unternehmen einen Business Case für ihre Investitionen in digitale Technologien. Die Koordination der operativen Maßnahmen erfolgt darüber hinaus in 40 Prozent der Fälle auf informellem Weg. In den anderen Unternehmen zeigt sich eine heterogene Steuerung, die von funktionsübergreifenden Führungskreisen (19 Prozent) über eine „digitale“ Führungsrolle innerhalb einer Geschäftseinheit (15 Prozent) bis zu funktionsübergreifenden Innovationsgruppen (14 Prozent) reicht. Lediglich 13 Prozent der Unternehmen haben einen Chief Digital Officer.
 
Der MIT Sloan Management Review Reserach Report „Embracing Digital Technology – A new strategic imperative“ ist online einsehbar unter: http://www.de.capgemini-consulting.com/resources/embracing-digital-technology