Transportpreise steigen nur leicht an - trotz Rekord- Hoch beim Dieselpreis

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Dreizehnte Ausgabe des Transport Market Monitors von Transporeon und Capgemini Consulting analysiert die Dynamiken auf dem europäischen Transportmarkt

Die dritte Ausgabe des Transport Market Monitors von Transporeon und Capgemini Consulting zeigt, dass der Preisindex im dritten Quartal 2012 um 0,6 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 angestiegen ist. Der Preisindex steigt zum zweiten Mal in Folge; und das trotz eines Anstiegs bei den Kapazitäten, die sich in der Regel gegenläufig zum Preisindex verhalten. Diese ungewöhnliche Entwicklung lässt sich durch den Dieselpreis erklären, der höher ist als je zuvor.


Zusammenfassung des Reports:

  • Der Preisindex stieg im dritten Quartal 2012 im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 von 99,4 auf 100,0 Punkte und damit um 0,6 Prozent.
  • Im Vergleich zum Vorjahresquartal Q3 2011 (Index 101,2) sank der Preisindex um 1,2 Prozent
  • Im dritten Quartal 2012 stieg der Dieselpreisindex auf 110,3 Punkte (+2,6 Prozent). Das ist der höchste Wert in der Geschichte des Transport Market Monitor.
  • Auch der Kapazitätsindex hat großen Einfluss auf die Transportpreise. Er stieg im dritten Quartal 2012 im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 von 78,2 auf 87,2 Punkte und damit um 11,5 Prozent an.
  • In diesem Quartal stieg der Preisindex zum zweiten Mal in Folge an – trotz zunehmender Kapazitäten. Normalerweise ist die Entwicklung dieser beiden Größen gegenläufig. Das derzeit beobachtete Szenario ist ungewöhnlich und kann durch das Rekord-Hoch des Dieselpreises erklärt werden.

Hendrik Müller, Logistik-Experte bei Capgemini Consulting erklärt: „Aufgrund der ungünstigen Bedingungen am Markt, werden Verlader mit steigendem Margendruck konfrontiert. Wir beobachten, dass dieser Druck durch Verlängerung von Zahlungsfristen an die Spediteure weitergegeben wird. Dies schränkt die Liquidität der Spediteure ein, die in ihrer Flexibilität, besonders bei der Bezahlung der Löhne für die Fahrer, eingeschränkt sind.“


Peter Förster, einer der Geschäftsführer bei Transporeon, fügt hinzu: „Derzeit wird es immer schwieriger, verlässliche Preis- und Kapazitätsanalysen aufzustellen. Aktuell äußert sich das in dem eher ungewöhnlichen Phänomen des parallel ansteigenden Preis- und Kapazitätsindex. Kürzlich wurden die Wachstumsprognosen für die Eurozone nach unten korrigiert, was in naher Zukunft ebenfalls Auswirkungen auf die Transportpreise haben kann.“


Weitere Details finden Sie im 13. Transport Market Monitor, verfügbar unter: http://www.transportmarketmonitor.com