World Quality Report: Rund ein Viertel der IT-Budgets fließt in Qualitätssicherung und Software-Testing

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Deutschland führend im Qualitätsbewusstsein
Berlin, 12. September 2013 – Die Ausgaben für Software-Testing und Qualitätssicherung (QS) machen mittlerweile 23 Prozent der weltweiten IT-Budgets aus – so ein Ergebnis des aktuellen World Quality Reports von Capgemini, Sogeti und HP mit weltweit 1.500 Befragten. Der durchschnittliche Anteil am IT-Budget stieg von 18 Prozent im Jahr 2012 auf aktuell knapp ein Viertel an. Vielen Organisationen fällt es allerdings immer noch schwer, den Mehrwert abzubilden, den sie durch die Testing-Funktionen erzielen. „Die diesjährigen Ergebnisse unterstreichen nicht nur den strategischen Fokus auf Qualitätssicherung und Testing. Sie zeigen auch, dass die Themen entscheidend zum Erreichen operativer Ziele beitragen und helfen, Kundenerwartungen zu erfüllen", so Stefan Gerstner, Vice President Global Testing Services bei Sogeti, einem Unternehmen der Capgemini-Gruppe. „Unternehmen müssen deutlich stärker auf Sichtbarkeit und besseres Reporting setzen, um so den Mehrwert von Testing zu veranschaulichen.“
 
Deutschland führend im Qualitätsbewusstsein
Für Deutschland zeichnen sich drei Trends ab: Aktuell investieren deutsche Organisationen 22 Prozent ihrer IT-Budgets in das Thema Qualitätssicherung, 2012 waren es noch 20 Prozent. Es wird erwartet, dass der Anteil in den kommenden zwei Jahren auf bis zu 26 Prozent anwachsen wird und Deutschland gemessen daran einer der weltweit reifsten sowie qualitätsorientiertesten Märkte bleibt. Bei Outsourcing und Managed-Testing-Services-Modellen hingegen sind die Deutschen überdurchschnittlich vorsichtig: Die Hälfte aller Testprojekte werden in-house durchgeführt (global 41 Prozent). Nur ein Prozent der Teilnehmer gab an, dass sie ihr Testing Center of Excellence (TCOE) komplett von einem externen Dienstleister betreiben lassen – weltweit sind es neun Prozent. Die Befragten gehen jedoch davon aus, dass die Modelle aufgrund ihres hohen Kosteneinsparungspotenzials auch für deutsche Organisationen immer interessanter werden. Auch bei der Einführung von Cloud-Lösungen verhalten sich die Deutschen eher konservativ. Als Gründe werden Datenschutzbestimmungen und eine generell vorsichtigere Haltung gegenüber neuen Technologien genannt. Im Durchschnitt werden in Deutschland nur 16 Prozent aller Applikationen in die Cloud migriert und von dort betrieben (weltweit 20 Prozent). Der Report prognostiziert, dass auch hier die finanziellen Vorteile die Bedenken überwiegen werden und bis 2015 knapp ein Viertel (24 Prozent) aller Applikationen deutscher Organisationen in die Cloud migriert und von dort betrieben werden

Mobile Testing weiter ausbaufähig
Fast die Hälfte (45 Prozent) der weltweit befragten Organisationen validiert Funktionalität, Leistung und Sicherheit ihrer mobilen Anwendungen und Endgeräte immer noch unzureichend – obwohl sie für Mitarbeiter und Kunden immer wichtiger werden. Der Report zeigt eine deutliche Zunahme an Mobile-Testing-Aktivitäten von 31 Prozent im Vorjahr auf 55 Prozent im Jahr 2013. Größtes Hindernis für Mobile-Testing ist nach Meinung der Hälfte der Studienteilnehmer (56 Prozent) der Mangel an spezialisierten Methoden. 48 Prozent gaben an, noch keinen Experten für das Thema gefunden zu haben.
 
Industrialisierungsgrad steigt
Viele Unternehmen verfolgen bei der Qualitätssicherung einen zunehmend strategischen, zentralisierten und wirtschaftlichen Ansatz. Waren es 2012 noch acht Prozent, haben in diesem Jahr mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Befragten ihre QS-Abteilungen nachhaltig und unternehmensweit über Projekte und Sparten hinweg ausgebaut. Fast ein Fünftel (19 Prozent) der Studienteilnehmer gab zudem an, ein voll funktionsfähiges Testing Center of Excellence eingerichtet zu haben – im vergangenen Jahr waren es nur sechs Prozent. Auch die Nachfrage nach Testing-Fachkräften mit betriebswirtschaftlicher Kompetenz und Branchenkenntnissen steigt. Fast zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Führungskräfte sehen darin eine wichtige Voraussetzung.
 
Mehrwerte noch nicht ausreichend erfasst
Viele Organisationen erkennen den realen wirtschaftlichen Nutzen, den sie durch QS gewinnen, noch nicht. Statt diesen zu messen und als ROI abzubilden, erfassen sie vor allem betriebswirtschaftliche Daten wie die Anzahl der festgestellten Mängel (73 Prozent) oder die Kosten pro Testfall (55 Prozent). 45 Prozent der Befragten gaben zudem an, dass Testing zu spät im Entwicklungsprozess stattfindet, als dass es die Anwendungsqualität noch über das Finden und Beheben von Fehlern hinaus beeinflussen könnte.
Der vollständige World Quality Report 2013-14 steht als PDF zum Download bereit unter: http://www.de.capgemini.com/thought-leadership/world-quality-report-2013-14
 
Weitere Quellen: