World Wealth Report 2012: Vermögensverwalter brauchen mehr Skalierbarkeit in ihren Geschäftsmodellen

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Geschäftsmodelle müssen moderner werden, um so Wachstumsziele zu erreichen.

Frankfurt, 19. Juni 2012 – Vermögensverwaltungsgesellschaften, die ihre Geschäftsmodelle skalierbar machen, sind für das derzeitige Marktumfeld am besten ausgerüstet. Dies zeigte der 16. World Wealth Report, der heute von Capgemini und seinem neuen Partner RBC Wealth Management veröffentlicht wurde. In den letzten Jahren verzeichneten viele Wealth-Management-Anbieter einen stärkeren Anstieg ihrer Kosten als ein Zuwachs an Umsatz. Der Fähigkeit, ihr Geschäftsmodell zu überdenken, kommt daher eine zentrale Bedeutung zu. Zum einen, um ein profitables Wachstum bei den Assets under Management (AUM) zu bewerkstelligen. Zum anderen, um die Kunde-Berater-Beziehung zu verbessern, so der Report. Die Fähigkeit zur Skalierbarkeit bezieht sich dabei auf Umsatzwachstum in Märkten oder Produkten ohne zusätzlichen Einsatz von Ressourcen oder Kosten und ohne Einschränkungen beim Service.


„Während die Kosten ein Grund für die Notwendigkeit an Skalierbarkeit sind, sehen sich Vermögensverwaltungsgesellschaften einem neuen Marktumfeld gegenüber, in dem Faktoren wie mehr Wettbewerb, steigende Marktvolatilität und sich ändernde Kundenbedürfnisse und –Erwartungen gelten. Das Aufeinandertreffen all dieser Faktoren führt dazu, dass viele Vermögensverwaltungsgesellschaften dabei sind, ihre Businessmodelle neu zu bewerten und anzupassen. Sie wollen Wachstum beim verwalteten Vermögen ermöglichen ohne das zusätzlich Ressourcen benötigt werden, Kosten entstehen oder sich der Service verschlechtert“, erläutert George Lewis, Group Head RBC Wealth Management. „Indem sie ihr Geschäft skalieren, haben die Unternehmen jetzt die Gelegenheit, ihr Kundenverständnis zu zeigen und einen Mehrwert zu generieren.“


Herausforderungen bei Kosten und Umsatz

Während das verwaltete Vermögen (AUM) insgesamt seit 2008 gewachsen ist, sind nach Schätzungen der Branche die Kosten, die im Zusammenhang mit dem Management solcher Vermögenswerte stehen, schneller gestiegen als die Einnahmen. Im World Wealth Report 2012 wird aufgezeigt, wie Firmen sich den Herausforderungen durch wachsende Kundenbedürfnisse, steigende Beratergehälter, Kosten für Compliance und dem Verlust an operationaler Skalierbarkeit - der die expansionsbedingten Ausgaben steigert - stellen müssen. Weiteren Druck üben das derzeitig anhaltend niedrige Zinsniveau aus, das kaum bedeutende Gebühreneinnahmen zulässt, sowie die Nachfrage der Kunden nach risikoarmen, kapitalerhaltenden Anlageprodukten.


„Um die Bedürfnisse der aktuellen und zukünftigen vermögenden Kunden zu befriedigen, müssen sich die Unternehmen wieder auf ihre Kernkompetenzen besinnen und Wege finden, wie sie sowohl die Skalierbarkeit ihrer Geschäftsmodelle ermöglichen als auch das hohe Vertrauen ihrer Kunden gewährleisten können“, sagt Klaus-Georg Meyer, Leiter Banking bei Capgemini Consulting in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


Skalierbarkeit der Geschäftsmodelle durch Technologie ermöglichen

Der World Wealth Report 2012 betont, dass die Hürden zur Umsetzung von Skalierbarkeit im Beratungs- und Servicebereich niedriger sind als bei der Kundenakquise und der Kundenprofilerstellung. Dem Report zufolge könnten Firmen verstärkt Technologie in den Servicebereichen einsetzen. Das würde teure Beraterzeiten einsparen, die diese für wichtige Kundentermine einsetzen könnten. Zum Beispiel ließen sich im Rahmen von automatisierten Verarbeitungsprozessen Kunden direkt über Handelsaufträge, die Positionen und Portfolio Updates benachrichtigen und so Beraterzeit für die strategische Kundenberatung schaffen. Weitere Skalierungshebel wie die Prozessoptimierung durch automatische Back-End Operationen und ein unternehmensübergreifendes Customer Relationship Management System können den Informationsfluss zwischen den Stakeholdern vereinfachen, eine effizientere Entscheidungsfindung gestalten und den Service auf Vertriebsebene verbessern.


„Was auch immer der Startpunkt sein wird, der Weg zur nächsten Generation der Geschäftsmodelle beginnt damit, dass die Effekte der bestehenden Modelle identifiziert werden und man sich auf Kernkompetenzen konzentriert, um das Geschäft auszuweiten. Aber das endgültige Ziel – ein robustes und skalierbares Geschäftsmodell, das auch Kunden-/Beraterbeziehungen stärkt – braucht klare Entscheidungen und eine präzise Umsetzung“, fügt Meyer hinzu. „Einige führende Unternehmen haben bereits stabile Kunden-/Beraterbeziehungen etabliert, indem sie selektive Wachstumsstrategien verwenden, moderne Kundensegmentierungstechnologien implementiert haben und eine gute Rekrutierungsstrategie verfolgen, die Beratern mehr Freiheiten einräumt und einen zentralisierten Back-Office Support anbietet.“



Über den World Wealth Report

Der jährliche World Wealth Report ist der globale Maßstab zur Erfassung der Situation von HNWI und deckt die HNWI Marktgröße unter Einbezug der globalen Wirtschaftstreiber ab, das HNWI Investitionsverhalten sowie Entwicklungstrends von Assets. Der World Wealth Report 2012 ist die 16. Ausgabe und die erste Zusammenarbeit zwischen Capgemini und RBC Wealth Management.


Den World Wealth Report 2012 kann man zur weiteren Information auf der Seite www.de.capgemini.com/insights/publikationen/world-wealth-report-2012