18. Ausgabe des European Energy Markets Observatory (EEMO) 2016

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Erneuerbare Energien, unruhige Binnenmärkte und dezentralisierte Produktion und Konsum bringen Versorger in Bedrängnis


 


Der Anteil erneuerbarer Energien steigt weiter und ihr Preis fällt..doch es gibt noch viel zu tun.

Mit dem weltweiten Bestreben, Treibhausgasemissionen zu senken, steigen die Investitionen in erneuerbare Energien. Tatsächlich werden erneuerbare Energien immer billiger, aber beim Preisniveau ist noch viel Spielraum nach unten.

Die UN-Klimakonferenz 2015 (COP21) unterstrich die weltweiten Bemühungen, den globalen Temperaturanstieg durch eine Reduktion der Treibhausgasemissionen auf zwei Grad oder weniger zu limitieren. Dieses Ziel rückte erneuerbare Energien in den Fokus.

Europa ist einer der wichtigsten Förderer erneuerbarer Energien. So finanzierten die europäischen Staaten ein Viertel der weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien, obwohl in Europa nur sieben Prozent der Weltbevölkerung leben.

In den letzten zwölf Monaten sank der Preis für erneuerbare Energien – sowohl für Wind- als auch für Solarenergie – weiter. Ursächlich für die Preissenkungen waren Subventionen. Diese zahlt jedoch letztlich der Konsument.

Unsere Empfehlungen:

● Um sicherzustellen, dass die Preise für erneuerbare Energien weiter sinken, müssen die Staaten stärker in Entwicklung und Forschung sowie Lösungen für die Industrie investieren.

● Das derzeitige Subventionssystem muss reformiert werden. Das gilt besonders für die fortschrittlicheren Formen erneuerbarer Energien. Nur so können sinnvolle Preise für Versorgungsleistungen sichergestellt werden.

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Die Investition in Smart Grids wird immer mehr zur Pflicht

Ein gestiegener Anteil an erneuerbaren Energien und eine verstärkte Erzeugung von Elektrizität auf Basis lokaler Nachfrage treiben die Modernisierung der Netze voran.

Der steigende Anteil erneuerbarer Energien im Netz führte in der Vergangenheit zu starken Versorgungsschwankungen. Um diese auszugleichen, müssen Energieversorger zukünftig in Batteriespeicher-Technologie investieren. Die Preise für Lithium-Ionen-Batterien sinken bereits seit Kurzem. Dieser Trend wird sich auch in naher Zukunft fortsetzen.

Ein anderer Weg, um Angebot und Nachfrage auszugleichen, ist die Nachfragereaktion. Indem Netzbetreiber gewonnene Kundendaten analysieren, die sie über intelligente Stromzähler und aus Angeboten wie zeitvariablen Tarifen gewinnen, können sie die Nachfrage auch bei Schwankungen auf der Angebotsseite bedienen. Intelligente Stromzähler sammeln eine Fülle an Konsumentendaten, durch die Verbraucher dazu motiviert werden können, ihre Nachfrage an das verfügbare Angebot anzupassen. Verteilnetzbetreiber sollten diesen Vorteil nutzen und zu Datendienstleistern werden.

Unsere Empfehlungen:

● Die Aufsichtsbehörden sollten Investitionen in die Verteilernetze fördern, darunter Batteriespeichertechnologien, intelligente Stromzähler und eine optimale Nutzung von Verbrauchsdaten,.

● Die Verteilnetzbetreiber sollten zu Datendienstleistern werden. Nur so können Angebot und Nachfrage ausgeglichen werden.

● Die Akteure müssen schnellere Demand-Response-Mechanismen entwickeln.

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Unruhige Großhandelsmärkte zwingen Energieversorger zu einer beschleunigten Transformation

Der Energiemarkt wandelt sich derzeit stark. Um zu bestehen, müssen die Akteure ihre eigene Transformation beschleunigen.

Die Priorität, die erneuerbaren Energien im Stromnetz eingeräumt wurde, führte dazu, dass derzeit viele Gas- und Kohlekraftwerke stillgelegt werden. Diese sind hauptsächlich in Betrieb, um die Spitzennachfrage zu decken und dabei zu kurz am Netz, um Profit abzuwerfen. Das bedroht die Versorgungssicherheit. Durch den Brexit gerät die sichere Energieversorgung in Großbritannien zusätzlich unter Druck, da Investitionen sich verzögern.

Hinzu kommt, dass sowohl der wachsende Anteil an erneuerbaren Energien als auch die sinkenden Öl- und Gaspreise die Preise am Elektrizitätsbinnenmarkt gedrückt haben. Angesichts der niedrigen Preise, denen Energieversorger derzeit gegenüberstehen, hat sich auch ihre finanzielle Situation verschlechtert.

Der Energiemarkt unterliegt derzeit einen fundamentalen Wandel, der mit einer Dezentralisierung der Produktion, einem steigenden Anteil an erneuerbaren Energien, daraus resultierenden sinkenden Binnenmarktpreisen und sogar dem Markteintritt neuer Player einhergeht. Die Energieversorgen müssen sich anpassen – und das schnell.

 

Unsere Empfehlungen:

● Die Energieversorger sollten ihre digitale Transformation stärker vorantreiben, mit dem Ziel:

○ operative Prozesse und Kundenbeziehungen zu verbessern.

○ Kosten auf lange Sicht signifikant zu reduzieren.

○ innovativer und agiler zu werden.

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